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Nutzhanf Bodennutzung und pflanzliche Erzeugung

Im Gegensatz zu Hanf hat Nutzhanf nur einen sehr niedrigen Gehalt berauschender Inhaltsstoffe und wird hauptsächlich als Faserpflanze angebaut. Sie dient als Rohstoff für unter anderem Textilien, Papier, Dämmmaterialien und Nahrungsmittel, aber auch medizinische Produkte. Ihr Anbau unterliegt in Deutschland einer strengen Kontrolle durch den Staat.

Nutzhanfpflanzen
©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

2026 wurde Nutzhanf in Deutschland auf 5.785 Hektar kultiviert. Damit reduzierte sich die Fläche im Vergleich zu dem Rekordwert von 7.116 Hektar im Jahr 2024 um knapp ein Fünftel. Verglichen mit dem Vorjahr hingegen stieg die Anbaufläche um zehn Prozent. Angebaut wurde die Nutzpflanze dabei von 438 Betrieben. Verglichen mit 2025 entsprach dies einem Rückgang um zwölf Prozent. 2022 wurde mit 889 Betrieben die höchste Anzahl Nutzhanf anbauender Betriebe erfasst, seitdem geht die Betriebszahl wieder zurück.

Der Schwerpunkt des landwirtschaftlichen Nutzhanfanbaus liegt in Deutschland in den Bundesländern Niedersachsen (1.740 Hektar), Brandenburg (1.160 Hektar) und Sachsen-Anhalt (630 Hektar). Damit waren 61 Prozent der Anbaufläche von Nutzhanf in diesen drei Bundesländern. Die meisten Betriebe lagen ebenfalls in Niedersachsen (126), gefolgt von Bayern (95).

Seit 30 Jahren wird Nutzhanf wieder angebaut

Seit 1996 wird in Deutschland von der Landwirtschaft wieder Nutzhanf angebaut, nachdem der Anbau ab 1982 verboten war. 1999 lag die Anbaufläche noch über 4.000 Hektar, sank dann aber über die Jahre hinweg bis 2012 mit Schwankungen immer weiter. 2012 wurde durch den Wegfall der EU-Verarbeitungsbeihilfe mit 424 Hektar ein Tiefstand erreicht. Seitdem ist die Anbaufläche jedoch bis 2022 (6.943 Hektar) kontinuierlich gestiegen. In den vergangenen Jahren schwankte die Größe der Nutzhanffläche allerdings.