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Die Erntemenge von Speisepilzen in Deutschland lag 2025 bei rund 78.400 Tonnen und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent. Verglichen mit dem Zehnjahresdurchschnitt (2015 bis 2024) von etwa 75.100 Tonnen war die Ernte 2025 leicht überdurchschnittlich (+4,4 Prozent).
Mit 96 Prozent der Erntefläche (Produktionsfläche multipliziert mit Anzahl der Substratwechsel) und 98 Prozent der Erntemenge machten Champignons den Hauptanteil im Speisepilzanbau in Deutschland aus. Im Vergleich zu 2024 nahm die Erntemenge um circa 1,4 Prozent zu, während die Fläche mit einem Plus von 0,2 Prozent fast unverändert blieb.
Platz zwei im Speisepilzanbau nahmen mit deutlichem Abstand Kräuterseitlinge ein. 2025 wurden hiervon 1.200 Tonnen auf 10,3 Hektar geerntet. Dies machte einen Anteil von 1,5 Prozent beziehungsweise 2,9 Prozent an der Erntemenge und -fläche insgesamt aus. In nur sehr geringer Menge wurden ebenfalls Austernseitlinge und Shiitake sowie sonstige Spezialpilzkulturen angebaut.
31 Betriebe in Deutschland bauten im Jahr 2025 auf 356 Hektar Speisepilze an, laut Statistischem Bundesamt. Berücksichtigt werden hier alle Betriebe mit mindestens 0,1 Hektar Produktionsfläche. Verglichen mit 2024 veränderte sich die Erntefläche für Speisepilze in Deutschland kaum (+0,2 Prozent). Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen blieben auch 2025 die bedeutendsten Anbauländer von Speisepilzen.
Im Wirtschaftsjahr 2024/25 wurden in Deutschland laut vorläufigen Zahlen 156.700 Tonnen Champignons verbraucht. Das entsprach einem Pro-Kopf-Verbrauch von 1,9 Kilogramm. Die inländische Erzeugung deckte 43 Prozent von diesem Bedarf. Dementsprechend überstieg die Einfuhr der Pilze mit 108.500 Tonnen deutlich die Ausfuhren von 6.900 Tonnen.
Das Statistische Bundesamt erhebt jährlich die Anzahl der Betriebe, Erntefläche und Erntemenge von Speisepilzen nach Arten bei allen Betrieben mit mindestens 0,1 Hektar Produktionsfläche. Zur Produktionsfläche zählen dabei Flächen aller Art, auf denen Speisepilze erzeugt werden – in Gebäuden, Kellern, Grotten und Gewölben sowie im Freiland. Sowohl Kultivierung auf dem Boden, in Regalen oder sonstigen Behältnissen wird berücksichtigt. Angegeben wird die tatsächliche Regalboden- oder Kulturoberfläche. In der Erntefläche wird die Mehrfachnutzung von Produktionsflächen innerhalb eines Jahres mit einbezogen (Produktionsfläche multipliziert mit Anzahl der Substratwechsel).
Bundeszentrum für Landwirtschaft: Wie viele Champignons werden in Deutschland produziert?
Bundeszentrum für Landwirtschaft: Wie werden Speisepilze angebaut?
Bundeszentrum für Landwirtschaft: Speisepilze selbst anbauen