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Außenhandel mit Gartenbauerzeugnissen Gartenbau

Frisches Obst und Gemüse in großer Vielfalt und rund ums Jahr - der Außenhandel macht das möglich. Dabei ist Deutschland ein klassisches Importland: Heimisch produziertes Obst und Gemüse reicht nicht aus, um den deutschen Bedarf zu decken. Außerdem wachsen viele beliebte Obst- und Gemüsearten klimatisch bedingt nicht in Deutschland. Was fehlt, wird aus dem Ausland importiert.

Gut 50 Prozent der Frischobst-Importe aus der EU

Äpfel in gestapelten Kisten
© Soner Cdem via Getty Images

5,5 Millionen Tonnen Frischobst inklusive Zitrus- und Südfrüchte wurden 2025 nach Deutschland eingefahren – rund die Hälfte davon aus anderen EU-Mitgliedstaaten. Die meisten Frischobst-Importe kamen aus Spanien (1,5 Millionen Tonnen) und Italien (712.000 Tonnen). Die größten Einfuhren aus Drittländern kamen mit 545.000 Tonnen aus Kolumbien. Südfrüchte, also Früchte, die in unseren Breiten nicht gewerbsmäßig angebaut werden können, kamen allerdings fast ausschließlich aus Drittländern nach Deutschland.

Interaktive Grafik: Welche Gartenbauerzeugnisse handelt Deutschland?

Welches Obst wird importiert?

Mengenmäßig standen die Bananen mit 1,4 Millionen Tonnen an der ersten Stelle. Hauptlieferanten waren Kolumbien, Ecuador und Costa Rica. Darauf folgten die Äpfel mit 492.000 Tonnen. Rund 88 Prozent hatten ihren Ursprung innerhalb der EU. Mit Abstand der bedeutendste Lieferant war hier mit 236.000 Tonnen Italien. Platz drei belegten die Melonen mit 627.000 Tonnen. Diese kamen überwiegend aus Spanien, Italien und Brasilien.

Tomaten und Gurken aus dem Ausland gefragt

3,6 Millionen Tonnen Frischgemüse wurden im Jahr 2025 nach Deutschland importiert. Gut 90 Prozent des importierten Frischgemüses stammte aus anderen EU-Ländern, vorne mit dabei Spanien und die Niederlande mit rund 1,3 Millionen Tonnen und 1,2 Millionen Tonnen. Die höchsten Einfuhren aus einem Drittland kamen mit 140.000 Tonnen aus Marokko.

Unter dem Frischgemüse überwogen 2025 die Einfuhren von frischen Tomaten mit einem Umfang von 736.000 Tonnen. Rund die Hälfte hatte ihren Ursprung in den Niederlanden. Auch Spanien und Belgien waren mengenmäßig wichtige Lieferländer. Gurken (mit Cornichons) wurden in einem Umfang von 675.000 Tonnen aus dem Ausland eingeführt. Der größte Lieferant war Spanien vor den Niederlanden.

Export von Obst und Gemüse aus Deutschland

621.500 Tonnen Frischobst, inklusive Zitrusfrüchte und Südfrüchte, sowie 437.100 Tonnen Frischgemüse wurden 2025 aus Deutschland exportiert. Sowohl bei Frischobst, als auch bei Frischgemüse, waren die Ausfuhren damit wesentlich geringer als die Einfuhren.

Am meisten exportiert wurden 2025 Speisezwiebeln und Schalotten (97.700 Tonnen), Weiß- und Rotkohl (50.600 Tonnen) und Karotten (50.400 Tonnen). Hauptabnehmer war bei allen drei Produkten die Niederlande. Beim Frischobst dominierten die Exporte von Bananen (341.500 Tonnen), gefolgt von Äpfeln (54.100 Tonnen) und Melonen (37.800 Tonnen). Achtung: Dass diese Produkte aus Deutschland ausgefahren wurden, bedeutet nicht, dass sie auch hier erzeugt wurden.

Auch bei Pflanzgut und Zierpflanzen überwiegen die Einfuhren

Im Jahr 2025 importierte Deutschland 837.200 Tonnen Pflanzgut und Zierpflanzen. Über 96 Prozent davon hatten ihren Ursprung in der EU. Gleichzeitig exportierte Deutschland Pflanzgut und Zierpflanzen in Höhe von 366.600 Tonnen. Knapp 80 Prozent hatten ihr Ziel in weiteren EU-Staaten.

Anmerkung: Es handelt sich bei allen Zahlen um vorläufige Angaben.

Datenquellen

Statistisches Bundesamt: Genesis-Online 51000 - Außenhandel

Zum Warenverzeichnis des Außenhandels kommen Sie hier: Warenverzeichnis des Außenhandels

Weitere Erläuterungen über den Außenhandel finden Sie im Qualitätsbericht des Außenhandels.