Vorläufiges Futteraufkommen im Wirtschaftsjahr 2017/18

Bei der Darstellung des Futteraufkommens wird für die einzelnen Futtermittel ausgewiesen, welcher Teil aus inländischer Erzeugung und welcher Teil aus Einfuhren stammt. Die Daten werden sowohl in Naturalwert (Produktgewicht) wie auch in Getreideeinheiten und in verdaulichem Eiweiß ausgewiesen. Die Ergebnisse geben u. a. Auskunft über den Einfuhrbedarf an eiweißreichen Futtermitteln und dienen als Informationsgrundlage zur Umsetzung der nationalen Eiweißpflanzenstrategie.

Nach vorläufigen Ergebnissen betrug das Futtermittelaufkommen im Wirtschaftsjahr (WJ) bezogen auf den Naturalwert 218,3 Mill. t. Davon entfielen 97 % (211,5 Mill. t) auf inländisch erzeugte Futtermittel, darunter hofeigene Futtermittel wie Grassilage (67,3 Mill. t), Silomais (69,6 Mill. t) und Getreide (24,4 Mill. t). In letztgenannter Zahl ist auch das Getreide enthalten, welches von inländischen Misch- und Mineralfutterherstellern als Rohstoff eingesetzt wird.

Bezogen auf die physiologische Wertigkeit der Futtermittel, wie z. B. den Anteil an verdaulichem Eiweiß, haben Importfuttermittel erhebliche Bedeutung für die Tierhaltung in Deutschland. Rund 26 % des Futteraufkommens an verdaulichem Eiweiß stammen aus importierten Futtermitteln. Allein gut 62 % der Nettoeinfuhren von verdaulichem Eiweiß entfallen auf Sojabohnen (einschl. Ölkuchen und -schrote). Bezogen auf die Eiweißkomponente bleibt Soja damit weiterhin das mit Abstand wichtigste Importfuttermittel.

Quelle: BLE, Referat 413