Ernteergebnisse Winterraps 2018

Die Anbaufläche von Winterraps wurde zur Ernte 2018 erneut eingeschränkt. Mit 1,22 Mio. ha lag sie 6,2 % niedriger als ein Jahr zuvor. Hierzu haben insbesondere die Rückgänge in Schleswig-Holstein (-24,8 %), Niedersachsen (-14,2 %) und Mecklenburg-Vorpommern (-12,6 %) beigetragen. Im Südwesten Deutschlands wurde der Rapsanbau dagegen ausgedehnt.

Der durchschnittliche Hektarertrag bei Winterraps betrug 30,0 dt/ha. Damit lag der Ertrag um 8,4 % niedriger als 2017 (32,7 dt/ha) und 21,2 % niedriger als das sechsjährige Mittel 2012-2017 (38,0 dt/ha).

2018 wurde eine Winterrapsernte von 3,7 Mill. t eingebracht. Die Erntemenge lag damit um 14,0 %
niedriger als 2017 (4,3 Mill. t) und 28,2 % niedriger als das sechsjährige Mittel 2012-2017 (5,1 Mill. t).

Der Ölgehalt als wesentliches Qualitätskriterium lag mit 43,5 % über dem Vorjahreswert (42,7 %).
Bei den Winterrapssorten behauptete 2018 erneut die Sorte "Avatar" (13,8 %) den Spitzenplatz. Die Sorte "Bender" (12,0 %) rückte auf Platz zwei vor und wurde gefolgt von den Sorten "Penn" (9,6 %) und "Hattrick" (4,9 %).

2. Vorläufiges Ernteergebnis von Winterraps (ID: EQT-0202031-2018)

Entwicklung der Ölgehalte im Winterraps

Im Rahmen der Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) werden alljährlich mehr als 800 Winterrapsproben aus den Ländern, die die Ernteerträge bei Winterraps anhand von Volldruschen ermitteln, auf ihre Qualitätseigenschaften untersucht. Die Untersuchungsergebnisse werden jeweils im Abschlussbericht zur BEE (Broschüre: Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung 2018) veröffentlicht. In der nachstehenden Übersicht wird zusammenfassend die Entwicklung der Ölgehalte in den untersuchten Proben seit 2005 für Deutschland insgesamt und nach Ländern dargestellt.

Durchschnittlicher Ölgehalt bei Winterraps nach Ländern (ID EQT-0123011-0000)

Diese und weitere Abbildungen und Tabellen sind in der Broschüre Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung 2018 enthalten.