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Landwirtschaft

Allgemeines zur Bodennutzung

Bodennutzung und pflanzliche Erzeugung

Die Bodenfläche in Deutschland ist regional sehr unterschiedlich. Sie erstreckt sich vom Flachland über Wälder bis hin zu bergigen Regionen und wird ebenso vielfältig verwendet. Zum einen wird ein Teil als Siedlungs- und Verkehrsfläche genutzt. Zum anderen besteht die Bodenfläche aus nicht bebauten Gebieten wie Wäldern und Gewässern. In der Landwirtschaft versteht man unter Bodennutzung die Bewirtschaftung des Bodens, die darauf abzielt einen Pflanzenertrag zu erwirtschaften. Dabei gibt es verschiedene Arten der Bodennutzung. Dazu zählen beispielsweise Ackerbau, Gartenbau, Obstbau und Zierpflanzenbau und Grünlandnutzung.

Struktur und Flächennutzung

Im Jahr 2020 betrug die gesamte Bodenfläche Deutschlands 35,8 Millionen Hektar. Davon machte die vom Menschen besiedelte Fläche, zu der Siedlungen mit 3,4 Millionen Hektar und die Verkehrsfläche mit 1,8 Millionen Hektar gehören, einen Anteil von 14,5 Prozent aus. Klein sind die Flächen der Gewässer in Deutschland. Diese lagen 2020 bei 2,3 Prozent. Die Vegetation nahm mit 29,8 Millionen Hektar den größten Flächenanteil ein. Zur Vegetation gehören die Flächen die durch land- oder forstwirtschaftliche Nutzung, durch natürlichen Bewuchs oder dessen Fehlen geprägt werden. Mit 18,1 Millionen Hektar war die landwirtschaftlich genutzte Fläche davon die größte. Darauf folgte die Waldfläche mit 10,7 Millionen Hektar. Einen kleinen Anteil nahmen Gehölze, Heiden und Moore mit 0,6 Millionen Hektar ein.

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche nimmt 50,6 Prozent der Fläche Deutschlands ein

Das Ackerland wird oft auch als Feld oder Schlag bezeichnet und ist mit 11,7 Millionen Hektar die häufigste Form der Landnutzung in Deutschland. Danach folgt das Dauergrünland mit insgesamt 4,7 Millionen Hektar. Dabei unterteilt sich das Dauergrünland in Wiesen mit 1,9 Millionen Hektar und Weiden mit 2,6 Millionen Hektar. Doch worin unterscheiden sich Wiesen und Weiden? Auf Weiden wird die Vegetation von Weidetieren wie Schafen oder Ziegen abgefressen. Wiesen hingegen werden gemäht und als Heu oder Silage verwendet. Die Betrachtung der letzten 20 Jahre zeigt einen Rückgang des Dauergrünlandes um 283 Hektar. Das Rebland nimmt mit 0,1 Millionen Hektar einen kleinen Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche ein. Kleiner sind nur die Flächen der Obstanlagen (63.000 Hektar), Baumschulen (35.000 Hektar) und Gartenflächen (Haus- und Nutzgärten 33.000 Hektar) in Deutschland.

Das Ackerland dominiert die landwirtschaftlich genutzte Fläche

Getreide zur Körnergewinnung sind mit sechs Millionen Hektar die mit Abstand häufigste Form der Kultivierung auf den deutschen Äckern. Zu den verbreitetsten Getreidesorten in Deutschland zählen dabei Weizen, Gerste, Roggen und Körnermais. Nach dem Getreide folgen die Pflanzen zur Grünernte mit drei Millionen Hektar Ackerfläche. Pflanzen zur Grünernte sind Ackerwiesen und -weiden, die weniger als fünf Jahre dieselbe Ackerfläche beanspruchen und auf denen grün geerntete Pflanzen wie zum Beispiel Silomais angebaut werden. Auf etwas mehr als einer Millionen Hektar werden Handelsgewächse angebaut. Unter Handelsgewächsen versteht man Pflanzen, die normalerweise nicht direkt verkauft, sondern in einem weiteren Schritt verarbeitet, bevor sie den Endverbraucher erreichen. Nach den Handelsgewächsen folgen flächenmäßig die Hackfrüchte mit 0,6 Millionen Hektar. Die bekanntesten Hackfrüchte sind Kartoffeln und Zuckerrüben. Hülsenfrüchte wie Erbsen und Ackerbohnen nehmen mit 0,2 Millionen Hektar die kleinste Fläche auf den deutschen Äckern ein. Nicht landwirtschaftliche bewirtschaftete Flächen wie Stilllegungsflächen und Brachen lagen im Jahr 2020 bei etwa 0,4 Millionen Hektar.