Springe zur Hauptnavigation Springe zu den wichtigen Themen Springe zum Inhalt

Ernährung, Fischerei

Inlandsverwendung von Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2016/17 sinkt geringfügig bei erneut fallender Inlandserzeugung

Diagramm mit Angaben zu Erzeugung, Einfuhr, Verarbeitung Selbstversorgungsgrad

Versorgung mit Raps und Rübsen.

Laut vorläufigen Berechnungen lag die Inlandsverwendung von Ölsaaten im Wirtschaftsjahr (WJ) 2016/17 bei 13,6 Mill. t und ist damit gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr minimal (-0,3 %) gesunken. Die Verarbeitung von Ölsaaten (13,2 Mill. t) hat den größten Anteil an der Inlandsverwendung (96,8 %). Eine vergleichsweise geringe Bedeutung dagegen haben der Nahrungsverbrauch und die Verfütterung in Form der vollständigen Saat; auf sie entfielen 1,5 % und 0,9 % der Inlandsverwendung von Ölsaaten.

Im Erntejahr 2016 wurden in Deutschland 4,66 Mill. t Raps, damit 8,4 % weniger als 2015, erzeugt.

Die Einfuhren von allen Ölsaaten sind im WJ 2016/17 laut vorläufigen Außenhandelsdaten zum ersten Mal seit 2009/10 gesunken. Im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr fiel die Menge um 4,2 % auf 9,3 Mill. t. Damit sank der Einfuhrüberschuss bei Ölsaaten auf 9,0 Mill. t (2015/16: 9,4 Mill. t). Die Einfuhren von Rapssaat hingegen haben im WJ 2016/17 um 3,1 % zugenommen und erreichten 5,7 Mill. t.

Nach vorläufigen Daten lag der Selbstversorgungsgrad von Ölsaaten im WJ 2016/17 bei 34 % und damit drei Prozentpunkte unter dem des Vorjahres und acht Prozentpunkte unter dem des sechsjährigen Mittels. Auch beim Selbstversorgungsgrad von Raps und Rübsen ist ein Rückgang zu verzeichnen (48 % im WJ 2016/17 gegenüber 53 % im WJ 2015/16 und 60 % beim sechsjährigen Mittel).

SJT-4080100-0000.xlsx  Versorgung mit Ölsaaten

 Quelle: BLE, Referat 423

Ölsaaten

Die wirtschaftlich wichtigsten Ölsaaten weltweit sind Sojabohne und Raps. Sie dienen als Futtermittel in der Tierernährung und decken den Eiweißbedarf der Tiere. In Deutschland ist Winterraps die wichtigste Ölsaat. Körnersonnenblumen haben an Bedeutung verloren, der Sojaanbau in Deutschland gewinnt hingegen.