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Ernährung, Fischerei

Ölsaaten

Anstieg des Selbstversorgungsgrades von Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2020/21

Laut vorläufigen Berechnungen lag die Inlandsverwendung von Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2020/21 bei 14,4 Millionen Tonnen und ist damit gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr um 7,1 Prozent gestiegen. Die Verarbeitung von Ölsaaten (13,5 Millionen Tonnen im Wirtschaftsjahr 2020/21) hat den größten Anteil an der Inlandsverwendung über den Markt (94,7 Prozent). Eine vergleichsweise geringe Bedeutung dagegen haben der Nahrungsverbrauch und die Verfütterung in Form der vollständigen Saat; auf sie entfielen 2,0 Prozent und 0,8 Prozent der Inlandsverwendung von Ölsaaten.

Die Einfuhren von allen Ölsaaten sind im Wirtschaftsjahr 2020/21 laut vorläufigen Außenhandelsdaten gestiegen. Im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr erhöhte sich die Einfuhrmenge um 5,6 Prozent auf 10,4 Millionen Tonnen. Damit stieg der Einfuhrüberschuss bei Ölsaaten auf 10,2 Millionen Tonnen an (2019/20: 9,7 Millionen Tonnen). Die Einfuhrmenge von Rapssaat erhöhte sich im Wirtschaftsjahr 2020/21 um 10,7 Prozent auf 6,0 Millionen Tonnen.

Der Selbstversorgungsgrad von Ölsaaten lag im Wirtschaftsjahr 2020/21 bei 25 Prozent und damit 3 Prozentpunkte über dem des Vorjahres. Auch beim Selbstversorgungsgrad von Raps und Rübsen konnte ein Anstieg verzeichnet werden (35 Prozent im Wirtschaftsjahr 2020/21, 30 Prozent im Wirtschaftsjahr 2019/20). Diese höhere Selbstversorgung ist auf die im Vergleich zum Vorjahr um 24,7 Prozent gestiegene Rapsernte im Erntejahr 2020 zurückzuführen.

Quelle: BLE, Referat 415

Visualisierung der Versorgungsbilanz Ölsaaten

Ölsaaten

Die wirtschaftlich wichtigsten Ölsaaten weltweit sind Sojabohne und Raps. Die Rückstände aus der Ölgewinnung dienen als Futtermittel in der Tierernährung und decken den Eiweißbedarf der Tiere. In Deutschland ist Winterraps die wichtigste Ölsaat. Körnersonnenblumen haben an Bedeutung verloren, der Sojaanbau in Deutschland gewinnt hingegen.