Vorläufige Zuckerbilanz 2018/19

Die Erntemenge des Jahres 2019 lag mit 29,7 Mio. t im überdurchschnittlichen Bereich (7,7 % über dem Fünfjahresmittel). Durch die Flächenausdehnung auf 408,7 Tsd. ha konnten die trockenheitsbedingten leicht unterdurchschnittlichen Erträge (-1,2% unter Fünfjahresmittel) kompensiert werden. Die Trockenheitsauswirkungen waren schwächer als im Vorjahr, in dem der Ertrag 16,7 % unter dem Fünfjahresmittel lag. Die regionalen Schwankungen im Ertragsniveau waren - ähnlich wie im Vorjahr - stark ausgeprägt. In den letzten Jahren erfolgte eine starke Zunahme des Anbaus von Biozuckerrüben, laut Branchenkreisen wurden im Jahr 2019 rund 3 000 ha angebaut.

Laut vorläufigen Berechnungen lag die Inlandsverwendung von Zucker im Wirtschaftsjahr 2018/19 bei 3,1 Millionen Tonnen und damit im Vergleich zum Vorjahr mit 3,2 Millionen Tonnen auf einem leicht geringeren Niveau. Von den 3,1 Millionen Tonnen wurden über 2,8 Millionen Tonnen zu Nahrungszwecken eingesetzt. Im Non-food-Bereich war die Verwendung von Zucker für energetische Zwecke von 295.000 Tonnen im Wirtschaftsjahr 2018/19 auf 159.000 Tonnen in 2018/19 deutlich gesunken.

Die Einfuhren im Wirtschaftsjahr 2018/19 lagen mit 532.000 Tonnen rund 1.000 t höher als im Vorjahr. Die Ausfuhren sind mit 1,5 Millionen Tonnen zu 1,8 Million Tonnen im Vorjahr gesunken. Die überwiegende Menge, sowohl des importierten als auch des exportierten Zuckers, wurden in Form zuckerhaltiger Erzeugnisse gehandelt. Die eingeführte Menge belief sich 2018/19 auf etwas mehr als 1,2 Millionen Tonnen, exportiert wurden etwas mehr als 1,6 Millionen Tonnen.

Der Selbstversorgungsgrad lag im Wirtschaftsjahr 2018/19 bei 137 % und damit weit unter dem des Vorjahres. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag im Wirtschaftsjahr 2018/19 mit 34,6 Kilogramm leicht unter dem des Vorjahres und 0,1 Kilogramm unter dem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch der letzten acht Jahre in Höhe von 34,9 Kilogramm.

Quelle: BLE (413)