Versorgung mit Wein

Die Erzeugung von Wein ist im Wirtschaftsjahr 2018/19 gestiegen

Weinlese – ein entscheidender Moment für Winzerinnen und Winzer. Mit der Ernte der Trauben entscheidet sich, ob die Anstrengungen des vergangenen Jahres belohnt werden. Wann die Weinlese erfolgt, ist von mehreren Faktoren abhängig, wie der Rebsorte, der Lage des Weinbergs, der Bodenbeschaffenheit, den Anbaumaßnahmen der Winzerin oder des Winzers und maßgeblich von der Witterung. Besonders in kühleren Regionen wie in Deutschland entscheidet oft die Witterung, ob es sich um ein ertragreiches Jahr handelt. Das Klima für einen guten und ertragreichen Jahrgang zeichnet sich durch milde Temperaturen, wenig Wetterschwankungen mit Starkregen oder Hagel und einem langen und warmen Herbst aus. Insgesamt lag die erzeugte Menge von Wein währen der Weinlese im Wirtschaftsjahr 2018/19 bei 10,4 Millionen Hektolitern. Das ist ein starker Anstieg gegenüber dem Vorjahr, in dem 27 % weniger Wein erzeugt wurde.

Selbstversorgungsgrad 2018/19 über 50 %

Die Weinanbaufläche in Deutschland liegt bei 102.900 ha und ist damit in den letzten 25 Jahren um rund 2,7 Prozent zurückgegangen. Zu erwähnen ist, dass die Bedeutung des Rotweinanbaus in dieser Zeit stark zugenommen hat und Rotweinsorten ungefähr ein Drittel der Gesamtanbaufläche einnehmen. Mit zwei Drittel bleibt Deutschland dennoch ein klassisches Weißweinland. Die erzeugte Menge an Wein reichte in den vergangenen Jahren aus, um fast die Hälfte der Inlandsverwendung mit deutschen Weinprodukten abzudecken. Im Wirtschaftsjahr 2018/19 erreichte der Selbstversorgungsgrad 53 %.

Anfangsbestand und Endbestand bleiben konstant

Die Weinlagerung ist eine Wissenschaft für sich. Entscheidend für die Weinlagerung sind beispielsweise die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit, die Lichteinstrahlung und die Erschütterungen in der Umgebung. Während Weine im niedrigeren Preissegment sofort konsumiert werden können/sollten, wird Weinen aus dem oberen Preissegment nachgesagt, dass sie ihr volles Aroma erst nach ein einigen Jahren Lagerung entfalten. In großen Mengen wird der Wein auf Erzeuger- und Marktebene gelagert. Der Anfangsbestand auf Markt- und Erzeugerseite betrug im Wirtschaftsjahr 2018/19 etwa 11,1 Millionen Hektoliter. Mit einem Endbestand von 12,8 Millionen Hektoliter lag dieser etwas über dem Anfangsbestand.

Die Einfuhren von Wein übersteigen die Ausfuhren deutlich

Mit etwa 10,4 Millionen Hektolitern im Wirtschaftsjahr 2018/19 gehört Deutschland eher zu den kleineren Weinanbaugebieten Europas. Die größten Weinproduzenten in der EU sind Italien (51 Millionen Hektoliter), gefolgt von Frankreich (40 Millionen Hektoliter) und Spanien (39 Millionen Hektoliter). Somit kommt es, dass die Einfuhren im Wirtschaftsjahr 2018/19 bei 14,9 Millionen Hektolitern lagen, wohingegen die Ausfuhren vier Millionen Hektolitern betrugen.

Quelle: BLE, 414