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Ernährung, Fischerei

Verbrauch von Ölkuchen und -schroten wächst im Wirtschaftsjahr 2016/17 bei leicht sinkender Ölsaatenverarbeitung im Inland

Tortendiagramm zeigt Anteile der Ölkuchenverfütterung

Ölkuchen als Futtermittel: vorläufiger Verbrauch 2017: Sojabohne und Raps/Rübsen zusammen über 90% Anteil.

Laut vorläufigen Berechnungen lag der Verbrauch von Ölkuchen und -schroten im Wirtschaftsjahr (WJ) 2016/17 bei fast 8,8 Mill. t und ist damit gegenüber 2015/16 um 2,6 % gestiegen. Die gesamte Menge wurde, wie in den Wirtschaftsjahren zuvor, als Futter verwendet.

Ölkuchen und -schrote aus Raps- und Rübsensamen sowie Sojabohnen hatten mit 4,1 Mill. t (46,8 %) und 3,9 Mill. t (44,3 %) den größten Anteil am Verbrauch. Vergleichsweise geringe Bedeutung hatten dagegen Ölkuchen und -schrote aus Palmkernen, Sonnenblumen und sonstigen Ölsaaten. Auf sie entfielen zusammen 8,9 % des Verbrauchs.

Im WJ 2016/17 lag die inländische Herstellung von Ölkuchen und -schroten wie auch in den zwei vorangegangenen Wirtschaftsjahren bei 8,2 Mill. t. Dabei ist die Menge, die aus inländischen Ölsaaten stammt, erneut gesunken und zwar um 7,4 % auf 2,5 Mill. t. Begründet ist dies in einer verhältnismäßig geringen Rapsernte im Jahr 2016. Der inländische Bedarf wurde durch verstärkte Einfuhren von Saaten ausgeglichen.

Die Einfuhren von Ölkuchen und -schroten sind für das WJ 2016/17 laut vorläufigen Außenhandelsdaten gegenüber dem vorangegangenen WJ um 9,3 % auf 4,0 Mill. t gesunken. Mit 3,6 Mill. t wurden aber auch 11,1 % weniger dieser Ölnebenprodukte ausgeführt. Damit ergibt sich im WJ 2016/17 ein Einfuhrüberschuss von 444.000 t (2015/16 Einfuhrüberschuss von 408.000 t).

2016/17 sank der Selbstversorgungsgrad von Ölkuchen und -schroten auf den niedrigen Stand von 29 % und lag damit drei Prozentpunkte unter dem des vorherigen Wirtschaftsjahres und sechs Prozentpunkte unter dem des sechsjährigen Mittels.

SJT-3090900-0000.xlsx  Versorgung mit Ölkuchen

Quelle: BLE, Referat 423