Verbrauch von Ölkuchen und -schroten ging im Wirtschaftsjahr 2018/19 deutlich zurück

Laut vorläufigen Berechnungen lag der Verbrauch von Ölkuchen und -schroten im Wirtschaftsjahr (WJ) 2018/19 bei 7,7 Mill. t und ist damit gegenüber 2017/18 um 7,1 % gesunken. Die gesamte Menge wurde, wie in den Wirtschaftsjahren zuvor, als Futter verwendet.

Ölkuchen und -schrote aus Raps- und Rübsensamen sowie Sojabohnen hatten mit 3,6 Mill. t (46,4 %) und 3,1 Mill. t (40,8 %) den größten Anteil am Verbrauch. Vergleichsweise geringe Bedeutung hatten dagegen Ölkuchen und –schrote aus Palmkernen, Sonnenblumen und sonstigen Ölsaaten. Auf sie entfielen zusammen 12,8 % des Verbrauchs.

Im Wirtschaftsjahr 2018/19 ging die inländische Herstellung von Ölkuchen und -schroten mit 7,2 Mill. t gegenüber dem Vorjahr (7,9 Mill. t) um 736 Tsd. t zurück. Auch die Menge, die aus inländischen Ölsaaten stammt, ist deutlich gesunken und zwar um 24,4 % auf 1,8 Mill. t aufgrund einer niedrigen Rapsernte im Jahr 2018. Das gesunkene inländische Aufkommen wurde nicht vollständig durch die verstärkten Einfuhren von Saaten ausgeglichen.

Die Einfuhren von Ölkuchen und -schroten sind im Wirtschaftsjahr 2018/19 laut vorläufigen Außenhandelsdaten gegenüber dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr nahezu konstant bei 3,9 Mill. t geblieben. Mit 3,4 Mill. t wurden auch gleich viele Ölnebenprodukte wie im vorangegangen Wirtschaftsjahr ausgeführt. Für das Wirtschaftsjahr 2018/19 ergibt sich ein Einfuhrüberschuss von 493 Tsd. t.

Trotz rückläufigen Verbrauchs sank der Selbstversorgungsgrad von Ölkuchen und -schroten im Wirtschaftsjahr 2018/19 auf den niedrigen Stand von 23 % und lag damit fünf Prozentpunkte unter dem des vorherigen Wirtschaftsjahres. Aufgrund der noch niedrigeren Rapsernte im Jahr 2019 (verringerte Aussaatflächen, Auflaufprobleme wegen Trockenheit) ist im Wirtschaftsjahr 2019/20 mit einer noch niedrigeren Selbstversorgung zu rechnen.

SJT-3090900-0000.xlsx  Versorgung mit Ölkuchen

Quelle: BLE, Referat 413