Versorgung mit Honig und Kakao

Honigbilanz 2019 vorläufig

Im Jahr 2019 wurden nach Erhebungen des Deutschen Imkerbundes mehr als 942.000 Bienenvölker gehalten. Dies sind 4,6 % mehr als im Vorjahr. Der Trend zunehmender Völkerzahlen setzt sich damit kontinuierlich fort.

Der Ertrag je Volk lag im Jahr 2019 bei 25,55 Kilogramm, dies sind nur etwa 80 % des Vorjahresertrages.

Bei einer deutschen Gesamterzeugung von 24.080.160 Kilogramm (rund 16 % weniger als im Vorjahr) wurde der mit Abstand meiste Honig von den bayerischen Imkerinen und Imkern mit 5.418.652 Kilogramm produziert. Es folgten das Rheinland mit 2.308.966 Kilogramm und Westfalen-Lippe mit 2.004.819 Kilogramm. (Besonders deutlich ging die Erzeugung in Baden zurück. Dort sank die Honigproduktion um 44 % auf 1.616.811 Kilogramm .) Mit einem Durchschnittsertrag von 40 Kilogramm Honig im Jahr 2019 wurden die höchsten Erträge je Bienenvolk in Hamburg erzielt. Es folgten Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit 39 Kilogramm sowie Thüringen mit 38 Kilogramm je Bienenvolk.

Im Jahr 2019 wurden nach vorläufigen Daten 79.360 Tonnen Honig eingeführt und 23.530 Tonnen ausgeführt. Der Importüberschuss hat sich damit im vergangenem Jahr um knapp 6.000 Tonnen im Vergleich zu 2018 verringert. Die wichtigsten Herkunftsländer für deutsche Honigimporte sind Mexiko, gefolgt von der Ukraine und Argentinien.

Der Nahrungsverbrauch bei Honig betrug im Jahr 2019 insgesamt 79.900 Tonnen. Dies entspricht etwa 87 % des Vorjahresverbrauchs. Dementsprechend sank der Pro-Kopf-Verbrauch auf 962 Gramm. Der Selbstversorgungsgrad sank im gleichen Zeitraum auf 30 %.

Laut EU-Kommission (Meldung vom Juni 2019) sollen in den Jahren 2020 bis 2022 120 Millionen Euro für den Bienenzuchtsektor in der EU bereitgestellt werden, um dessen wesentliche Rolle in Landwirtschaft und Umwelt zu unterstützen. Dies bedeutet eine Aufstockung um 12 Millionen Euro gegenüber der für die Jahre 2017 bis 2019 gewährten Unterstützung.

Quelle: BLE (414)

Versorgung mit Kakao

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Kakao ist von 3,2 kg im Wirtschaftsjahr 2013/14 auf 2,9 kg im Wirtschaftsjahr 2019/20 gesunken. Nach vorläufigen Angaben der BLE beläuft sich der Gesamtverbrauch auf 301.000 Tonnen, einschließlich verarbeiteter Erzeugnisse.

Ganzjährig nahm die Vermahlung 2020 nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 % auf 363.834 Tonnen ab.

Europaweit wurden im Gesamtjahr 2020, 1.377.614 Tonnen vermahlen. Dies bedeutet ein Rückgang um 3,89 %. Die Einfuhr von Kakao und kakaohaltigen Erzeugnissen betrug in Deutschland nach Berechnungen der BLE 2019/20 rund 958.000 Tonnen.

Der BDSI vermerkt für 2019, 60,5 % aller Rohkakaolieferungen von der Elfenbeinküste, gefolgt von Nigeria, mit 20,8 % und Ghana, mit 7,2 %. In der Summe stiegen (lt. BDSI) die Importausgaben um mehr als 6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Nachhaltiger Kakao

Der Anteil von nachhaltig erzeugtem Kakao in den in Deutschland verkauften Süßwaren belief sich im Jahr 2019 auf 72 % und war somit innerhalb eines Jahres um 10 % gestiegen. Die Bundesregierung verfolgt somit weiter ihr Ziel, 100 % des Kakaos in Deutschland unter fairen Bedingungen zu produzieren und zu handeln.

Quelle: BLE (414)