Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite

Außenhandel mit Frankreich Deutscher Außenhandel

Käse und Wein– diese Produkte prägen den Import aus Frankreich. Im Gegenzug exportiert Deutschland Schokolade und Backwaren. Wie der Außenhandel zwischen den beiden Ländern im Detail aussieht, erfahren Sie im folgenden Länderbericht.

Güter der Land- und Ernährungswirtschaft nahmen 2025 knapp elf Prozent an den Einfuhren aus Frankreich und gut sieben Prozent an den Ausfuhren nach Frankreich ein. Gemessen an den Umsätzen überwiegt der deutsche Export den Import aus Frankreich sowohl bei den Agrar-Gütern als auch insgesamt. Bei Gütern der Land- und Ernährungswirtschaft ist allerdings der Ausfuhrüberschuss wesentlich geringer. 

Welche Agrar-Güter importiert Deutschland aus Frankreich?

Die höchsten Umsätze wurden 2025 laut vorläufigen Zahlen mit Käse (908 Millionen Euro) und Wein (795 Millionen Euro) erzielt. Das entsprach etwa 120.800 Tonnen Käse und rund 1,7 Millionen Hektoliter Wein, die nach Deutschland eingeführt wurden. Die Importmenge blieb damit verglichen mit dem Vorjahr konstant, der Importwert stieg gleichzeitig leicht.

Platz drei der Agrar-Einfuhren aus Frankreich gemessen am Warenwert nahmen 2025 Backwaren und andere Zubereitungen aus Getreide (720 Millionen Euro) ein. Den vierten Platz belegten mit einem Wert von 673 Millionen Euro Fleisch und Fleischwaren. Davon machte mit etwa 42 Prozent Rindfleisch den größten Anteil aus. Darauf folgten die Ölfrüchte, die ein Handelsvolumen von 546 Millionen Euro aufbrachten. Rund 93 Prozent des Wertes entfiel dabei auf die Einfuhr von Rapssamen.

Insgesamt hatten die Importe von Agrar-Gütern aus Frankreich (7,4 Milliarden Euro) nach Deutschland einen Anteil von rund drei Prozent an den gesamten deutschen Agrar-Einfuhren.

Welche Produkte der Landwirtschaft exportiert Deutschland nach Frankreich?

Deutschland exportierte 2025 Kakao und Kakaoerzeugnisse im Wert von 1,2 Milliarden Euro, darunter vor allem Schokolade. Die exportierte Menge an Kakao und Kakaoerzeugnissen ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Der Wert der ausgeführten Ware hat jedoch um fast ein Viertel zugelegt, was auf eine merkliche Preissteigerung zurückzuführen ist.

Fleisch und Fleischwaren wurden im Wert von einer Milliarde Euro ausgeführt. Diese belegten damit wertmäßig den zweiten Platz und bewegten sich fast zwölf Prozent über dem Niveau des vorangegangenen Jahres. Gut ein Drittel der Umsätze aus Fleisch und Fleischwaren stammten vom Geflügel sowie jeweils etwa ein Viertel vom Rind und Schwein.

Wie beim Import nahmen Backwaren auch im Export einen wichtigen Stellenwert ein. Im vergangenen Jahr exportierte Deutschland Backwaren im Wert von 983 Millionen Euro. Darauf folgten Kaffee (556 Millionen Euro) und Käse (553 Millionen Euro).

Insgesamt exportierte Deutschland 2025 nach vorläufigen Zahlen landwirtschaftliche Produkte im Wert von 8,7 Milliarden Euro nach Frankreich und damit etwa acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das entsprach einem Anteil von rund vier Prozent an den gesamten deutschen Agrar-Ausfuhren.

Die ausführliche Statistik finden Sie hier: 0032001-0000 Deutscher Außenhandel mit Frankreich

Frankreich als Agrarland

Von den insgesamt 63 Millionen Hektar Landfläche, wobei 54 Millionen Hektar französisches Festland sind, werden laut Statistischem Bundesamt 2023 rund 52,5 Prozent als Agrarland genutzt. Damit besitzt Frankreich die größte Anbaufläche der gesamten Europäischen Union. Frankreich ist dementsprechend ein bedeutender Agrarproduzent, der für Deutschland als direktes Nachbarland besonders relevant ist. Als Mitglied der EU ist Frankreich ebenfalls Teil der gemeinsamen Agrarpolitik.

Drei Staaten, drei Preise – eine Quelle

Frankreich, Österreich und Deutschland arbeiten bei der Berichterstattung über den Agrarmarkt zusammen. Die drei öffentlichen Institutionen FranceAgriMer, Agrarmarkt Austria und Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sind die jeweils zuständigen Behörden für die Erhebung und Veröffentlichung von Daten und Zahlen im Agrarbereich. Sie haben im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung einen intensiven fachlichen Austausch über die Situation auf dem Agrarmarkt und die Vertiefung der Zusammenarbeit bei der Datenerhebung, Analyse und Veröffentlichung in diesem Bereich vereinbart. Der Milch- und Getreidemarkt steht dabei im Fokus. Die drei Länder veröffentlichen dazu ihre Milchpreise und berichten gemeinsam über die Versorgung mit Getreide.