Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen. Es werden für den Betrieb der Seite nur notwendige Cookies gesetzt. Details in unserer Datenschutzerklärung.
Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite
Ölfrüchte dominierten laut vorläufigen Zahlen auch 2024 mit einem Warenwert von knapp 1,1 Milliarden Euro den Import landwirtschaftlicher Produkte aus den USA nach Deutschland. Mengenmäßig waren das etwa 2,4 Millionen Tonnen. 99 Prozent davon waren Sojabohnen. Auf Platz zwei der Agrar-Einfuhren aus den USA landeten Schalen- und Trockenfrüchte, von denen rund 164.200 Tonnen für 857 Millionen Euro von Deutschland eingeführt wurden.
Insgesamt importierte Deutschland 2024 Agrar-Güter im Wert von drei Milliarden Euro aus den USA – das entsprach 1,2 Prozent der gesamten deutschen Agrar-Importe.
| Einfuhr | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Insgesamt | 94.600 | 91.828 |
| Güter der Land- und Ernährungswirtschaft | 3.239 | 3.007 |
| darunter: Lebende Tiere | 21 | 20 |
| Nahrungsmittel tierischen Ursprungs | 217 | 268 |
| Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs | 2.666 | 2.367 |
| Genussmittel | 354 | 351 |
| Güter der gewerblichen Wirtschaft | 91.341 | 88.821 |
| darunter: Agrarrohstoffe (Non-Food) | 164 | 198 |
Finanziell gesehen machten 2024 nach vorläufigen Zahlen Kaffee (335 Millionen Euro) und Kakao und Kakaoerzeugnisse (281 Millionen Euro) die höchsten Umsätze beim Agrar-Export in die USA. Bei letzterem hatten Schokolade und andere kakaohaltige Zubereitungen einen Anteil von 93 Prozent. Auf Platz drei der Agrar-Exporte folgten Zucker und Zuckererzeugnisse (261 Millionen Euro).
Insgesamt beliefen sich die Ausfuhren von landwirtschaftlichen Produkten aus Deutschland in die USA auf 2,5 Milliarden Euro. Das entsprach einem Anteil von 1,3 Prozent an den gesamten deutschen Agrar-Exporten.
| Ausfuhr | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Insgesamt | 157.930 | 161.427 |
| Güter der Land- und Ernährungswirtschaft | 2.311 | 2.509 |
| darunter: Lebende Tiere | 147 | 146 |
| Nahrungsmittel tierischen Ursprungs | 174 | 160 |
| Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs | 1.421 | 1.528 |
| Genussmittel | 568 | 676 |
| Güter der gewerblichen Wirtschaft | 155.421 | 158.918 |
| darunter: Agrarrohstoffe (Non-Food) | 917 | 831 |
Den größten Anstieg des Werts importierter Ware erfuhren Schalen- und Trockenfrüchte: rund 96 Millionen Euro mehr wurden 2024 gehandelt. Der gehandelte Warenwert nahm somit um 12,7 Prozent zu. Das entsprach einer Zunahme der Importmenge um knapp 8.500 Tonnen (5,4 Prozent). Der Wert ist stärker gestiegen als die Menge, was auf höhere Preise für Schalen- und Trockenfrüchte schließen lässt.
Der Wert der Einfuhren von Ölfrüchten hingegen nahm anders als in den Vorjahren ab, insgesamt um knapp 30 Prozent – das entsprach einem Wert von 442 Millionen Euro. Der Rückgang lässt sich auf niedrigere Preise zurückführen. Im Gegensatz zum Wert ging die Menge um elf Prozent zurück.
Insgesamt nahmen die Agrar-Importe aus den USA 2024 um 7,7 Prozent ab. Prozentual sank der Handel mit Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs mit 11,2 Prozent am stärksten, während es bei tierischen Nahrungsmitteln einen Anstieg um 23,5 Prozent gab.
Die exportierte Menge an Kaffee aus Deutschland in die USA stieg etwa 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit konnten rund 68 Millionen Euro mehr im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Der gehandelte Warenwert von Zucker und Zuckererzeugnissen ging 2024 um neun Prozent zurück. Die exportierte Menge war mit 14,6 Prozent etwas stärker rückläufig.
Insgesamt stieg der Warenwert, der 2024 in die USA ausgeführten Agrar-Güter, um 8,6 Prozent. So legte unter anderem der Handel mit Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs um 7,5 Prozent zu.
Güter der gewerblichen Wirtschaft machen sowohl bei den Einfuhren (97 Prozent) als auch bei den Ausfuhren (98 Prozent) den größten Anteil am Handel zwischen den beiden Ländern aus. Dabei exportiert Deutschland mehr Güter in die USA als es von dort importiert. Bezogen auf landwirtschaftliche Produkte hingegen ist es genau umgekehrt: hier importiert Deutschland mehr aus den USA als dorthin ausgeführt wird.
Die ausführliche Statistik finden Sie hier: Außenhandel mit den USA
Mit einer Landfläche von etwas über 983 Millionen Hektar sind die USA das drittgrößte Land der Welt. Die Agrarlandschaft erstreckt sich dabei von der Ost- bis zur Westküste Nordamerikas. 2022 wurden etwa 412 Millionen Hektar für landwirtschaftliche Zwecke genutzt.
Mit rund 258 Millionen Hektar nimmt Dauergrünland in den USA den größten Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche ein. Auf etwa 152 Millionen Hektar wird Ackerbau betrieben. Circa ein Drittel der Ackerfläche dient dem Anbau von Getreide. Auf etwa 33 Millionen Hektar wurden 2023 Sojabohnen angebaut. Damit hatten die USA die zweitgrößte Anbaufläche von Soja, nach Brasilien.
Mit nicht ganz einem Prozent hat die Landwirtschaft nur einen sehr niedrigen Anteil am Bruttoinlandsprodukt der USA. Nur 1,6 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2023 in landwirtschaftlichen Berufen.