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Ernährung, Fischerei

Ernährungsgewerbe: Struktur und wirtschaftliche Bedeutung

Darstellung, wie sich bestimmte Branchen überschneiden

Ernährungswirtschaft: Schnittmengen zu anderen Branchen wie Handel und Gastgewerbe.

Das Produzierende Ernährungsgewerbe umfasst Ernährungsindustrie und Ernährungshandwerk. Darüber hinaus werden hier angesichts der sachlichen Nähe auch der Ernährungshandel (Lebensmitteleinzelhandel und Lebensmittelgroßhandel) sowie das  Gastgewerbe dargestellt. Zusammen ergeben sie die Ernährungswirtschaft, auch Lebensmittelbranche genannt.

Gliederung des Produzierenden Ernährungsgewerbes

Nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008) besteht das Produzierende Ernährungsgewerbe aus den Bereichen

  • Schlachten und Fleischverarbeitung,
  • Fischverarbeitung,
  • Obst und Gemüseverarbeitung,
  • Herstellung von pflanzlichen und tierischen Ölen und Fetten,
  • Milchverarbeitung,
  • Mahl- und Schälmühlen, Herstellung von Stärke und Stärkeerzeugnissen,
  • Herstellung von Back- und Teigwaren,
  • Herstellung von sonstigen Nahrungsmitteln,
  • Herstellung von Futtermitteln und
  • Getränkeherstellung.

Neben dieser Klassifikation werden Statistiken für das Handwerk in der Gliederung nach Handwerksarten dargestellt.

Das Lebensmittelhandwerk (gleichbedeutend mit Ernährungshandwerk) besteht überwiegend aus Bäckern, Konditoren und Fleischern/Metzgern. Den kleineren Teil machen Müller, Brauer und Mälzer und Weinküfer/Weintechnologen aus.

Ernährungsgewerbe: Wirtschaftliche Bedeutung

Gemessen am Umsatz ist das Produzierende Ernährungsgewerbe nach der Automobilbranche und dem Maschinenbau der drittwichtigste Zweig des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland, nach der Beschäftigtenzahl auf Platz vier.

Datengrundlage

Die Erhebungen des Statistischen Bundesamts im Verarbeitenden Gewerbe erstreckten sich bis zum Berichtsjahr 2006 in der Regel auf sämtliche Betriebe von Unternehmen mit im Allgemeinen mindestens 20 tätigen Personen. Ab dem Berichtsjahr 2007 sind die Ergebnisse für diesen Berichtskreis nur noch für wichtige Daten über Betriebe verfügbar. Niedrigere Erfassungsgrenzen für Wirtschaftszweige mit überwiegend kleineren Betriebs- und Unternehmensgrößen sind bei den betreffenden Tabellen jeweils in einer Fußnote angegeben. Mit dem Berichtsjahr 2009 wurde eine neue Klassifikation der Wirtschaftszweige eingeführt (WZ 2008). Längere Zeitreihen nach der WZ 2008 stehen (durch Neuzuordnung der Daten früherer Jahre) nur für Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten zur Verfügung. Einmal jährlich wird die Zahl der Betriebe, die Zahl der Beschäftigten und der Wert des Umsatzes nach Beschäftigtengrößenklassen dargestellt.

Für das Ernährungshandwerk stehen Konjunkturdaten aus der vierteljährlichen Handwerksberichterstattung und Ergebnisse der jährlichen, aus Angaben des Unternehmensregisters erstellten Handwerkszählung zur Verfügung.

Die Daten zum Ernährungshandel und zum Gastgewerbe sind Ergebnisse der Monats- und Jahreserhebungen in diesen Wirtschaftszweigen, für die Stichproben aus dem Unternehmensregister gezogen werden.