Betriebsstruktur in der Landwirtschaft

Die Entwicklung der Betriebsstruktur der landwirtschaftlichen Betriebe ab fünf Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche in Deutschland zwischen 1991 und 2016 zeigt, dass die Anzahl der Betriebe geringer wird, während die durchschnittliche Fläche je Betrieb zunimmt. Wie die Grafik "SJG-9301010" zeigt, lag die Zahl der Betriebe ab fünf Hektar 2016 bei rund 251.000, während die durchschnittliche Fläche je Betrieb bei 66 Hektar lag.

Die Strukturdaten zum Ökologischen Landbau zeigen, dass die Anzahl der Betriebe kontinuierlich wächst. Seit 1994 wächst ebenfalls die Fläche, die von den Betrieben bewirtschaftet wird. 2016 wirtschafteten zehn Prozent der Betriebe ökologisch. Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der landwirtschaftlich genutzten Fläche betrug 2016 7,5 Prozent. Die Angaben werden jeweils zur Jahresmitte von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung veröffentlicht: Strukturdaten Ökolandbau.

Eine interaktive Grafik zur Entwicklung des Ökologischen Landbaus stellt das BZL-Datenzentrum bereit. Die Entwicklung des Ökologischen Landbaus kann dort nach der Anzahl der ökologisch bewirtschafteten Betriebe und der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Deutschland als auch der einzelnen Bundesländer dargestellt werden.

Tabellen aus dem Statistischen Jahrbuch

Die Tabellen des Jahrbuchs haben eine 7-stellige Identifikationsnummer, eine Nummer in der jeweiligen Ausgabe des Jahrbuchs und den Titel, der den Inhalt der Tabelle umreißt. Die Liste enthält die Tabellen über die Betriebsstrukturen in Deutschland.

Hinweise zu Erfassungsgrenzen

Dieser Abschnitt enthält insbesondere Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2010 und der Agrarstrukturerhebung 2013, daneben auch aus früheren Agrarberichterstattungen. Während sich bis 1998 der Erfassungsbereich der totalen Agrarberichterstattung auf alle Betriebe und Besitzeinheiten mit einer landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzten Fläche von jeweils 1 ha und mehr sowie auf alle Betriebe und Besitzeinheiten mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche unter 1 ha (einschließlich der Betriebe ohne landwirtschaftlich genutzte Fläche), deren natürliche Erzeugungseinheiten mindestens einer jährlichen landwirtschaftlichen Markterzeugung von 1 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche entsprechen, erstreckte, wurden Forstbetriebe in der Abgrenzung nach der Hauptproduktionsrichtung (siehe unten) in Jahren mit repräsentativer Agrarberichterstattung nicht erfasst. Aus der Erfassung der betrieblichen Einheiten im Rahmen der Bodennutzungshaupterhebung werden Zahl und Fläche der landwirtschaftlichen Betriebe nach Größenklassen ermittelt.

Ab 1999 ist die untere Erfassungsgrenze auf 2 ha LF angehoben worden. Landwirtschaftliche Betriebe mit weniger als 2 ha LF wurden seitdem nur noch erfasst, wenn festgelegte Mindestgrößen ausgewählter Tierkategorien oder Spezialkulturen erreicht werden. Für Forstbetriebe gelten 10 ha Waldfläche als untere Grenze.

Ab 2010 wurden die unteren Erfassungsgrenzen landwirtschaftlicher Betriebe weiter erhöht. So gilt statt der 2 ha-Grenze nun ein Flächenumfang von 5 ha LF als Mindestgröße.

In den weiteren Tabellen zur Betriebsstruktur kommt die EU-Typologie für landwirtschaftliche Betriebe zur Anwendung. Dieses Klassifizierungssystem zur Einteilung der Betriebe nach ihrer wirtschaftlichen Ausrichtung (Betriebsform) und zur Bestimmung der wirtschaftlichen Betriebsgröße wurde geändert. Die bisher verwendeten Standarddeckungsbeiträge (SDB) sind durch Standard-Outputs (SO) ersetzt worden. Wesentlicher Unterschied ist, dass die in den SDB in Ansatz gebrachten variablen Kosten bei den Standard-Output-Werten nicht mehr berücksichtigt werden. Die Standard-Outputs sind definiert als geldwerte Bruttomarktleistung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Die Gliederung nach dem Erwerbscharakter entspricht der Abgrenzung nach sozialökonomischen Kriterien. Ab der Landwirtschaftszählung 2010 erfolgt die Zuordnung nach dem Verhältnis von betrieblichem und außerbetrieblichem Einkommen. Haupterwerbsbetriebe sind Betriebe ohne außerbetriebliches Einkommen sowie Betriebe in denen das betriebliche Einkommen größer ist als das Einkommen aus außerbetrieblichen Quellen. Nebenerwerbsbetriebe sind Betriebe in denen das außerbetriebliche Einkommen größer ist als das Einkommen aus dem landwirtschaftlichen Betrieb.