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Landwirtschaft

Gartenbau-Glossar

Anbauflächen im Zierpflanzenanbau

Flächen einschließlich der Mehrfachnutzung, auf denen Zierpflanzen angebaut werden, die im Erhebungsjahr verkaufsfertige Erzeugnisse hervorbringen.

Begehbare Schutzabdeckungen (einschließlich Gewächshäuser)

Zu den Flächen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (einschließlich Gewächshäusern) zählen sämtliche unter Glas und festem oder flexiblem Kunststoffschutz stehenden, begehbaren Flächen (ohne Flachfolien oder Vlieseindeckung auf dem Freiland). Hierzu zählen auch alle begehbaren Folientunnel.

Einheitsquadratmeter (EGM)

Durchschnittliche Relation der Nettoerträge von gärtnerischen und landwirtschaftlichen Flächenarten und -nutzung untereinander ohne Berücksichtigung natürlicher und wirtschaftlicher Standortunterschiede; EQM werden verwendet als Maßstab für die relative Ertragfähigkeit der verschiedenen gärtnerischen Nutzungsarten zueinander.

Freilandflächen

Zu den Freilandflächen zählen die Kulturflächen (einschließlich Frühbeetflächen) im Freiland ohne Hofraum, Dauerwege und andere nicht mit Zierpflanzen (einschließlich Stauden) genutzten Flächen. Hierzu zählen auch alle nicht begehbaren Folienüberbauungen.

Gärtnerische Nutzfläche (GN)

Gärtnerische Nutzflächen sind Flächen, auf denen Obst, Gemüse, Blumen und Zierpflanzen, Baumschulerzeugnisse sowie Gartenbausämereien zu Erwerbszwecken in Hauptnutzung auf dem Freiland oder im Gewächshäusern angebaut werden. Die gärtnerische Nutzfläche ist keine Teilmenge der landwirtschaftlich genutzten Fläche, da die gärtnerische Nutzfläche auch leer stehende Gewächshäuser umfasst.

Grundfläche Gartenbaugewächse (GG)

Flächen, mit Ausnahme der Obstflächen, die bewertungsrechtlich zur gartenbaulichen Nutzung gehören. Die GG umfasst die Freilandfläche (Gemüse, Spargel oder Blumen, Zierpflanzen und Gartenbausämereien), die Gewächsfläche (beheizbar und nicht beheizbar) sowie die Baumschulfläche.

Grundflächen im Zierpflanzenanbau

Flächen, die im Erhebungsjahr überwiegend für den Zierpflanzenanbau genutzt werden, unabhängig vom Erreichen der Verkaufsreife des Pflanzenbestandes.

Die Mehrfachnutzung gleicher Flächen durch Vor-, Zwischen- und Nachanbau bleibt unberücksichtigt. Eine Untergliederung erfolgt in:

  • Grundflächen im Freiland
  • Grundflächen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (einschließlich Gewächshäusern).

Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF)

Summe aus ldw. Ackerfläche, Dauergrünland, ldw. Dauerkulturfläche (Wein, Obst, Hopfen). Grundfläche Gartenbaugewächse und sonstiger LF.

Fertigware

Als Fertigware gelten Pflanzen, die in dem Entwicklungsstand, den sie im Erzeugerbetrieb erreicht haben, direkt oder über Wiederverkäufer an den Endverbraucher verkauft wurden bzw. werden. Auch Jungpflanzen / Halbfertigwaren, die im jeweiligen Betrieb erzeugt wurden, zählen zur Fertigware, wenn sie an den Endverbraucher verkauft werden, obwohl sie das Wachstumsende noch nicht erreicht haben.

Jungpflanzen / Halbfertigware

Als Jungpflanzen gelten Sämlinge oder Stecklinge, die im Berichtszeitraum zur Weiterkultur an andere Erzeugerbetriebe verkauft wurden bzw. werden. Als Halbfertigware gelten Pflanzen, die bis zur Fertigware noch Teilkulturperioden durchlaufen müssen und die im Berichtszeitraum zur Weiterkultur an andere Erzeugerbetriebe verkauft wurden bzw. werden.

Ernteschwankungen

Die Obsternte ist zum Beispiel stark von der Witterung abhängig. Insbesondere Spätfröste zur Blütezeit und Trockenheit während des Sommers mindern den Ertrag. Daher sind die Erntemengen von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Weitere Defintionen und Erläuterungen

 Methodische Erläuterungen und Definitionen aus dem Testbetriebsnetz (pdf)

Zusätzliche Informationen zum Testbetriebsnetzt können Sie hier entnehmen: Testbetriebsnetz