Versorgungsbilanz Honig

Vorläufige Zahlen zum Jahr 2019 sind verfügbar.

Die Grafik zeigt die Versorgung mit Bienenhonig als Säulen- sowie Liniendiagramm im Zeitraum von 2012 bis 2019. Die Daten sind in der Tabelle SJT-4030500-0000 Versorgung mit Bienenhonig verfügbar.
Versorgung mit Bienenhonig: Bienenvölker, Honigertrag je Bienenvolk und Honigverbrauch je Kopf.

Im Jahr 2019 wurden nach Erhebungen des Deutschen Imkerbundes mehr als 942.000 Bienenvölker gehalten. Dies sind 4,6 % mehr als im Vorjahr. Der Trend zunehmender Völkerzahlen setzt sich damit kontinuierlich fort.

Der Ertrag je Volk lag im Jahr 2019 bei 25,55 kg, dies sind nur etwa 80 % des Vorjahresertrages.

Bei einer deutschen Gesamterzeugung von 24.080.160 kg (rund 16 % weniger als im Vorjahr) wurde der mit Abstand meiste Honig von den bayerischen Imkern mit 5.418.652 kg produziert. Es folgten das Rheinland mit 2.308.966 kg und Westfalen-Lippe mit 2.004.819 kg. (Besonders deutlich ging die Erzeugung in Baden zurück. Dort sank die Honigproduktion um 44 % auf 1.616.811kg .) Mit einem Durchschnittsertrag von 40 kg Honig im Jahr 2019 wurden die höchsten Erträge je Bienenvolk in Hamburg erzielt. Es folgten Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern mit 39 kg sowie Thüringen mit 38 kg je Bienenvolk.

Im Jahr 2019 wurden nach vorläufigen Daten 79.360 t Honig eingeführt und 23.530 t ausgeführt. Der Importüberschuss hat sich damit im vergangenem Jahr um knapp 6.000 t im Vergleich zu 2018 verringert. Die wichtigsten Herkunftsländer für deutsche Honigimporte sind Mexiko, gefolgt von der Ukraine und Argentinien.

Der Nahrungsverbrauch bei Honig betrug im Jahr 2019 insgesamt 79.900 t. Dies entspricht etwa 87 % des Vorjahresverbrauchs. Dementsprechend sank der Pro-Kopf-Verbrauch auf 962 g. Der Selbstversorgungsgrad sank im gleichen Zeitraum auf 30 %.

Laut EU-Kommission (Meldung vom Juni 2019) sollen in den folgenden Jahren 2020-2022 120 Mio. Euro für den Bienenzuchtsektor in der EU bereitgestellt werden, um dessen wesentliche Rolle in Landwirtschaft und Umwelt zu unterstützen. Dies bedeutet eine Aufstockung um 12 Mio. Euro gegenüber der für die Jahre 2017-2019 gewährten Unterstützung.

Quelle: BLE (414)

SJT-4030500-0000.xlsx  Versorgung mit Bienenhonig

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