Fachbegriffe Beschreibung

Bodenzahl

Die Bodenzahl ist ein relatives Maß für die Ertragsfähigkeit der Böden. Zu ihrer Bestimmung werden drei Parameter herangezogen: 1. Die Bodenart (= Körnungsklasse) des Profils als Mittelwert von der Oberfläche bis in einen Meter Tiefe. 2. Die sog. "Entstehungsart" des Bodens, also das Ausgangsgestein. 3. Die Zustandsstufe der Böden. Dieser Begriff gibt den Entwicklungsgrad an, den ein Boden bei seiner Entwicklung vom Rohboden über eine Stufe höchster Leistungsfähigkeit bis zur Degradierung erreicht hat.
Aus diesen drei Parametern resultiert die Bodenzahl, für die im Ackerschätzungsrahmen eine Spanne von 10 bis 100 vorgegeben ist; diese Spanne ermöglicht dem Bodenschätzer eine Feinabstufung. Der Bodenschätzung liegen die Annahmen einer ebenen Lage sowie von 600 mm Niederschlag und 8 °C Jahrestemperatur zugrunde.
Weichen die Klima- und Geländeverhältnisse davon ab, so werden an den Bodenzahlen Zu- oder Abschläge vorgenommen; man erhält dann die Ackerzahl als Maßstab für den durch Ertragsfähigkeit und natürliche Ertragsfaktoren bedingten Reinertrag.

Siehe auch

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