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Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Gesamtrechnung

Diagramm zur Wertschöpfung der Landwirtschaft 2011 bis 2017

Entwicklung der Wertschöpfung der Landwirtschaft

In der sektoralen Gesamtrechnung für den Bereich Landwirtschaft (einschließlich Garten- und Weinbau, ohne Forstwirtschaft und Fischerei) werden die gesamtwirtschaftlichen Einkommens- und Güterströme für diesen Wirtschaftsbereich erfasst. Die Aggregate der Entstehungsrechnung (Produktionswert, Vorleistungen und Wertschöpfung) werden ergänzt um Daten über Anlageinvestitionen und Löhne. Die Landwirtschaftliche Gesamtrechnung (LGR) ist nach den Regeln des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 2010) aufgestellt. Die jährliche Veränderung der Nettowertschöpfung je Arbeitskraft ist ein wichtiger makroökonomischer Indikator für die Einkommensentwicklung des Sektors Landwirtschaft.

Bruttoproduktionswert landwirtschaftlicher Erzeugung 2017

Qualität der Daten, Revisionen und Veröffentlichungsdatum

Qualität der verwendeten Daten

Als Quellen für die Landwirtschaftliche Gesamtrechnung (LGR) dienen die landwirtschaftlichen und andere amtliche Bundesstatistiken sowie die Geschäftsstatistiken des BMEL. Weitere Angaben stammen aus den Ergebnissen der Testbetriebsbuchführung und von Wirtschaftsverbänden. Die Output- und Inputgrößen sind mit Erzeugerpreisen ab Hof (Erlöspreisen), Herstellungs- oder Anschaffungspreisen jeweils ohne Umsatzsteuer bewertet.

Die für die LGR benötigten Daten im Bereich der Agrar- und Gewerbestatistik sowie Erzeugerpreisindizes werden aus offizielle Publikationen übernommen (z.B. DESTATIS, GENESIS-Online). Diese Daten unterliegen den Qualitätskriterien der amtlichen Statistik.

Nach der Marktordnungswaren-Meldeverordnung werden von der BLE Angaben über Erzeugerpreise und -mengen bei Milch sowie Erzeugermengen bei Getreide, Futtermittel, Ölsaaten und andere Produkte der Landwirtschafft erhoben. Diese Daten werden als amtliche Versorgungsbilanzen veröffentlicht und werden für die Berechnungen der LGR genutzt.

Daten über Schlachtpreise werden von der BLE erhoben. Die Schlachtbetriebe haben nach der Maßgabe der Fleischgesetz-Durchführungsverordnung vom 12. November 2008 Meldungen über Auszahlungspreise und geschlachtete Mengen zu erstatten. Die BLE fasst die eingegangenen Meldungen der Meldebehörden zusammen und gibt das Ergebnis unverzüglich als bundesweite amtliche Preisfeststellung bekannt.

In die LGR fließen auch Daten aus Berechnungen aus dem Testbetriebsnetz ein. Das Testbetriebsnetz umfasst Buchführungsergebnisse von ca. 10.000 bis 11.000 Betrieben (Stichprobe). Die Hochrechnung (Gewichtung) der Stichprobe wird auf die Grundgesamtheit angewendet. Datengrundlage für die Hochrechnung ist die totale Agrarstrukturerhebung 2010, die vom Statistischen Bundesamt in Zusammenarbeit mit den Ländern erstellt wurde.

Die Daten für direkte Ein- und Ausfuhren im Bereich der Landwirtschaft werden aus der offizielle Außenhandelsstatistik übernommen. Darüber hinaus werden Informationen zu Gütern und Dienstleistungen auch von gewerbliche Quellen übernommen.

Revisionen

Revisionen werden dann durchgeführt, wenn neue Methoden oder Definitionen eingeführt werden. Sie dienen der Qualitätssicherung und der Aktualisierung der Daten aufgrund von geänderten Rahmenbedingungen oder Nutzerbedarf. Im Jahr 2019 ist eine Generalrevision der Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR) geplant. Da die Landwirtschaftliche Gesamtrechnung (LGR) ein Satellitenkonto der VGR darstellt, werden die Daten zu LGR rückwirkend überprüft und berechnet. Dadurch können sich gegebenenfalls Änderungen ergeben. Die Daten werden aktualisiert und veröffentlicht.

Auch Eurostat plant eine Revision der Datenaufbereitung an veränderte Rahmenbedingungen. Die Daten werden voraussichtlich ab dem Jahr 2019 zur Verfügung stehen.

Veröffentlichungen

Die Werte zu LGR stellen den aktuellen Stand der Daten dar und werden an feste Terminen an Eurostat übermittelt.  Die endgültigen Werte für das Jahr zuvor werden zum 30. September des laufenden Jahres übermittelt (n 1). Eine erste Schätzung für die Daten des laufenden Jahres findet bis zum 30. November statt (n). Die zweite Schätzung erfolgt bis 31. Januar des darauffolgenden Jahres (n+1).
Die gewonnenen Erkenntnisse werden in Pressemitteilungen auch an die Öffentlichkeit übermittelt. Üblicherweise erfolgen die Meldungen nach einer 14-tägiger Sperrfrist.