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Ernährung, Fischerei

2016 nur geringe Veränderungen bei der verfügbaren Verbrauchsmenge von Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen

Grafik zeigt Entwicklung von Milchpreis und Milchmenge

Entwicklung von Milchmenge und Milchpreis in Deutschland.

Die Herstellung von Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen veränderte sich 2016 (5 253,0 Tsd. Tonnen) gegenüber dem Vorjahr (5 268,4 Tsd. Tonnen) kaum (- 0,3 %). Vollmilch (2 507,1 Tsd. Tonnen) und teilentrahmte Milch (2 220,5 Tsd. Tonnen) hatten zusammen wieder den größten Anteil an der gesamten Herstellungsmenge.

Die Einfuhr von Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen ist 2016 (215,8 Tsd. Tonnen) gegenüber dem Vorjahr (209,1 Tsd. Tonnen) um 3,2 % leicht angestiegen. Gleichzeitig ist die Ausfuhr dieser Erzeugnisse um nahezu den gleichen Prozentsatz (- 3,0%) gesunken (2016: 982,0 Tsd. Tonnen; 2015: 1 012,6 Tsd. Tonnen).

4 486,8 Tsd. Tonnen Konsummilch und Buttermilcherzeugnisse standen den Verbrauchern im Jahr 2016 als Nahrungsmittel zur Verfügung. 2015 waren es 4 465,0 Tsd. Tonnen. Damit erhöhte sich die verfügbare Verbrauchsmenge 2016 um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Verbrauch je Kopf verringerte sich bei Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen gleichzeitig um 1,0 % von 54,8 kg (2015) auf 54,3 kg (2016).

Der Selbstversorgungsgrad von Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen lag im Jahr 2016 bei 117,1 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr (118,0 %) leicht gesunken.

2016 mehr Ein- und Ausfuhren von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnissen als im Vorjahr

Mit einer Verringerung von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr hat die Herstellung von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnissen gegenüber dem Vorjahr nur leicht abgenommen (2016: 515,4 Tsd. Tonnen; 2015: 517,3 Tsd. Tonnen in Butterwert).

156,8 Tsd. Tonnen Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse wurden 2016 eingeführt. Das sind 0,5 % mehr als im Vorjahr (156,1 Tsd. Tonnen). Die Ausfuhr belief sich im Jahr 2016 auf 160,4 Tsd. Tonnen und damit auf 1,7 % mehr als 2015 (157,7 Tsd. Tonnen).

Den Verbrauchern standen 2016 499,7 Tsd. Tonnen Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse (in Butterwert) als Nahrungsmittel zur Verfügung. Damit erhöhte sich die verfügbare Verbrauchsmenge gegenüber dem Vorjahr (496,4 Tsd. Tonnen) um 0,7 %. Im Jahr 2016 stand je Kopf der Bevölkerung 6,0 kg Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse zur Verfügung und damit 0,8 % weniger als im Vorjahr (6,1 kg).

Im Jahr 2016 wurde mit diesen Produkten ein Selbstversorgungsgrad von 103,1 % erreicht (2015: 104,2 %).

Käseausfuhr 2016 eineinhalbmal so hoch wie Käseeinfuhr

Im Jahr 2016 wurden insgesamt 2 481,2 Tsd. Tonnen Käse (einschließlich Schmelzkäse und Schmelzkäsezubereitungen) hergestellt. Damit verringerte sich die Herstellungsmenge gegenüber 2015 (2 495,0 Tsd. Tonnen) geringfügig um 0,6 %. Mit 32,4 % oder 802,9 Tsd. Tonnen Herstellungsmenge hatte Frischkäse im Jahr 2016 - wie auch im Jahr zuvor - den größten Anteil an der gesamten Käseherstellung. Die Frischkäseherstellung ist gegenüber dem Jahr 2015 (844,1 Tsd. Tonnen) um 4,9 % gesunken.

In den Jahren 2015 und 2016 wurden rund eineinhalbmal so viel Käse aus- wie eingeführt. So wurden 2016 insgesamt 1 205,5 Tsd. Tonnen aus- und 771,5 Tsd. Tonnen eingeführt. 2015 lagen die Exporte bei 1 170,3 Tsd. Tonnen und die Importe betrugen 763,5 Tsd. Tonnen. Damit ist die Ausfuhr im Jahr 2016 um 3,0 % und die Einfuhr um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

1 954,2 Tsd. Tonnen Käse standen den Verbrauchern 2016 insgesamt zur Verfügung. Das waren 2,3 % weniger als im Jahr 2015 (2 000,2 Tsd. Tonnen). Der Verbrauch pro Kopf sank von 24,6 kg (2015) auf 23,6 kg (2016) und damit um 3,8 %.

Der Selbstversorgungsgrad ist im Jahr 2016 auf 127,0% gestiegen (2015: 124,7 %).

Hohe Magermilch- und Buttermilchpulverbestände im Jahr 2016 verringern die verfügbare Verbrauchsmenge

Die Herstellung von Magermilch- und Buttermilchpulver ist im Jahr 2016 (448,8 Tsd. Tonnen) gegenüber dem Vorjahr (409,3 Tsd. Tonnen) um 9,7 % angestiegen. Den maßgeblichen Anteil daran hatte die Magermilchpulverproduktion. 429,2 Tsd. Tonnen wurden 2016 hergestellt. 2015 waren es mit 389,9 Tsd. Tonnen 10,1 %weniger.

378,1 Tsd. Tonnen Magermilch- und Buttermilchpulver wurden 2016 ausgeführt und damit mehr als das Fünffache der Einfuhrmenge (71,9 Tsd. Tonnen). Die Relation hat sich im Vergleich zum Jahr 2015 kaum verändert, damals wurden 372,1 Tsd. Tonnen aus- und 68,4 Tsd. Tonnen eingeführt.

Im Jahr 2016 standen den Verbrauchern mit 79,9 Tsd. Tonnen Magermilch- und Buttermilchpulver 35,0 Tsd. Tonnen (- 30,4 %) weniger zur Verfügung als im Vorjahr (114,9 Tsd. Tonnen). Diese Veränderung ist den höheren Endbeständen von Magermilch- und Buttermilchpulver in der öffentlichen und privaten Lagerhaltung sowie in den Molkereien (jeweils am 31.12.) geschuldet (2016: 105,9 Tsd. Tonnen; 2015: 43,2 Tsd. Tonnen). Aus diesem Grund sank der Verbrauch pro Kopf ebenfalls von 1,4 kg (2015) auf 1,0 kg (2016).

Der Selbstversorgungsgrad stieg von 356,3 % (2015) auf 561,8 % (2016).

Versorgungsbilanzen von Milch und Milcherzeugnissen