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Ernährung, Fischerei

2017 nur geringe Veränderungen bei der verfügbaren Verbrauchsmenge von Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen

Grafik zeigt Entwicklung von Milchpreis und Milchmenge

Entwicklung von Milchmenge und Milchpreis in Deutschland.

Nach den aktuell vorliegenden Daten verringerte sich die Herstellung von Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen 2017 (5.059,7 Tsd. Tonnen) gegenüber dem Vorjahr (5.253,0 Tsd. Tonnen) um 3,7 %. Vollmilch (2.464,1 Tsd. Tonnen) und teilentrahmte Milch (2.015,4 Tsd. Tonnen) hatten zusammen wieder den größten Anteil an der gesamten Herstellungsmenge. Die Einfuhr von Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen ist 2017 (259,0 Tsd. Tonnen) gegenüber dem Vorjahr (217,5 Tsd. Tonnen) um 19,1 % angestiegen. Gleichzeitig ist die Ausfuhr dieser Erzeugnisse in ähnlicher Größenordnung ( 13,2 %) gesunken (2017: 849,1 Tsd. Tonnen; 2016: 978,1 Tsd. Tonnen).

4.469,6 Tsd. Tonnen Konsummilch und Buttermilcherzeugnisse standen den Verbrauchern im Jahr 2017 als Nahrungsmittel zur Verfügung. Damit verringerte sich die verfügbare Verbrauchsmenge 2017 um 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Verbrauch je Kopf verringerte sich bei Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen gleichzeitig um 0,9 % von 54,6 kg (2016) auf 54,1 kg (2017).

Der Selbstversorgungsgrad von Konsummilch und Buttermilcherzeugnissen lag im Jahr 2017 bei 113,2 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr (116,9 %) leicht gesunken.

2017 mehr Ein- und Ausfuhren von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnissen als im Vorjahr

Mit einer Verringerung von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat die Herstellung von Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnissen weiter abgenommen (2017: 496,8 Tsd. Tonnen; 2016: 515,4 Tsd. Tonnen in Butterwert).

163,0 Tsd. Tonnen Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse wurden 2017 eingeführt. Das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr (150,2 Tsd. Tonnen). Die Ausfuhr belief sich im Jahr 2017 auf 154,8 Tsd. Tonnen und damit auf 1,1 Prozent mehr als 2016.

2017 standen den Verbrauchern 487,7 Tsd. Tonnen Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse (in Butterwert) als Nahrungsmittel zur Verfügung. Damit verringerte sich die verfügbare Verbrauchsmenge gegenüber dem Vorjahr um 2,5 %. Im Jahr 2017 stand je Kopf der Bevölkerung 5,9 kg Butter, Milchfett- und Milchstreichfetterzeugnisse zur Verfügung und damit 2,9 % weniger als im Vorjahr.

Im Jahr 2017 wurde mit diesen Produkten ein Selbstversorgungsgrad von 101,9 % erreicht (2016: 103,0 %).

Käseausfuhr 2017 fast eineinhalbmal so hoch wie Käseeinfuhr

Im Jahr 2017 wurden insgesamt 2 480,7 Tsd. Tonnen Käse (einschließlich Schmelzkäse und Schmelzkäsezubereitungen) hergestellt. Damit verringerte sich die Herstellungsmenge gegenüber 2016 (2 497,5 Tsd. Tonnen) geringfügig um 0,7 %. Mit 31,9 % oder 791,5 Tsd. Tonnen Herstellungsmenge hatte Frischkäse im Jahr 2017 - wie auch im Jahr zuvor - den größten Anteil an der gesamten Käseherstellung. Die Frischkäseherstellung ist gegenüber dem Jahr 2016 (815,31 Tsd. Tonnen) um 2,9 % gesunken.

Auch im Jahr 2017 wurden wiederum fast eineinhalbmal so viel Käse aus- wie eingeführt. So wurden 2017 insgesamt 1 220,2 Tsd. Tonnen aus- und 847,5 Tsd. Tonnen eingeführt. 2016 lagen die Exporte bei 1 167,7 Tsd. Tonnen und die Importe betrugen 823,8 Tsd. Tonnen. Damit ist die Ausfuhr im Jahr 2017 um 4,5 % und die Einfuhr um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen.

1 994,4 Tsd. Tonnen Käse standen den Verbrauchern 2017 insgesamt zur Verfügung. Das waren 3,2 % weniger als im Jahr 2016. Der Verbrauch pro Kopf sank von 25,0 kg (2016) auf 24,1 kg (2017) und damit um 3,6 %.

Der Selbstversorgungsgrad ist im Jahr 2017 auf 124,4 % gestiegen (2016: 121,2 %).

Hohe Bestandsveränderungen beim Magermilchpulver im Jahr 2017 verändern den verfügbaren Verbrauch

Die Herstellung von Magermilch- und Buttermilchpulver ist im Jahr 2017 (451,3 Tsd. Tonnen) gegenüber dem Vorjahr (455,3 Tsd. Tonnen) um 0,9 % leicht gesunken. Maßgeblich dafür ist der Rückgang der Magermilchpulverproduktion. In 2017 wurden mit 430,0 Tsd. Tonnen 1,3% weniger Magermilchpulver hergestellt als in 2016.

421,3 Tsd. Tonnen Magermilch- und Buttermilchpulver wurden 2017 ausgeführt und damit mehr als das Fünffache der Einfuhrmenge (76,2 Tsd. Tonnen). Die Relation hat sich im Vergleich zum Jahr 2016 kaum verändert, damals wurden 375,8 Tsd. Tonnen aus- und 72,0 Tsd. Tonnen eingeführt.

Im Jahr 2017 standen den Verbrauchern mit 112,5 Tsd. Tonnen Magermilch- und Buttermilchpulver 23,7 Tsd. Tonnen (+ 26,7 %) mehr zur Verfügung als im Vorjahr (88,8 Tsd. Tonnen). Diese Veränderung ist dem Abbau der höheren Endbestände von Magermilchpulver in der Privaten Lagerhaltung sowie der gleichzeitige Aufbau in der Öffentlichen Lagerhaltung (jeweils am 31.12.) geschuldet (insgesamt 2017: 99,6 Tsd. Tonnen; 2016:105,9 Tsd. Tonnen). Der Verbrauch pro Kopf erhöhte sich von 1,1 kg (2016) auf 1,4 kg (2017).

Der Selbstversorgungsgrad sank von 512,9 % (2016) auf 401,2 % (2017).

Versorgungsbilanzen von Milch und Milcherzeugnissen

Anmerkung: 2017 vorläufig., Quelle: BLE 423, 22. Mai 2018