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Landwirtschaft

Anfragen

Dokumente zur Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung werden durch die BLE aufbereitet, Anfragen können an enno.mewes@ble.de gerichtet werden. Im Ministerium ist Referat 123 federführend zuständig, E-Mail 123@bmel.bund.de .

Titelblatt der Broschüre BEE 2016

Broschüre: Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung 2016.

Hinweis: die PDF-Datei ist nicht barrierefrei.

Was ist die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung?

Die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung wird in jedem Jahr auf landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt. Der Berichtszeitraum ist das laufende Kalenderjahr.

Ermittelt werden die Naturalerträge bei landwirtschaftlichen Feldfrüchten. Weitere Erhebungsmerkmale sind die Größe der in die Erhebung einbezogenen Fläche, die Sorte, die Gesamterntemenge und Angaben zur Bewertung der Ertragsverhältnisse. Bei Getreide und Raps werden zusätzlich Beschaffenheitsmerkmale ermittelt. Die Ermittlung der Beschaffenheitsmerkmale umfasst die Untersuchung der Inhaltsstoffe und Verarbeitungseigenschaften sowie der Belastung mit gesundheitlich nicht erwünschten Stoffen.

Die Beschaffenheitsmerkmale werden vom Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, ermittelt. Die für die Durchführung der Erhebung zuständigen Stellen der Länder übermitteln dem Max Rubner-Institut pseudonymisierte Proben der einbezogenen Pflanzenarten.

Bundeslandwirtschaftsministerium stellt Erntebericht 2017 vor

Mähdrescher Ernte: Abbunkern des Druschgutes auf Anhänger

Quelle: www.oekolandbau.de. © BLE/Dominic Menzler

Die Getreideernte in Deutschland fällt in diesem Jahr insgesamt unterdurchschnittlich aus, mit starken regionalen Schwankungen. Das zeigt der aktuelle Erntebericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Die Vegetationsperiode 2016/2017 war erneut von Wetterextremen gekennzeichnet, die die Landwirte vor große ackerbauliche Herausforderungen stellten und bei diversen Kulturen zu erheblichen Ernteeinbußen führten. Ausgeprägte Nachtfröste im April führten zu schwerwiegenden Folgen im Obst- und Weinbau, beeinträchtigten aber auch die Feldfrüchte in ihrer Entwicklung. Eine starke Vorsommertrockenheit in manchen Regionen des Landes sowie sehr starke Niederschläge in den meisten Regionen im Sommer haben die Ernte im aktuellen Berichtsjahr beeinflusst.

Der jährliche Erntebericht gibt einen Überblick über die Ertragsaussichten für wichtige pflanzliche Erzeugnisse in Deutschland und stellt deren Marktsituation dar.

Durchschnittliche Getreideerträge mit wechselhaften Qualitäten

Die deutsche Getreideernte 2017 erreicht nach vorläufigen Daten insgesamt etwa 45,3 Millionen Tonnen und liegt damit knapp unter der Vorjahresmenge von 45,5 Millionen Tonnen. Der Hektarertrag liegt mit 72,2 Dezitonnen geringfügig unter dem Mittelwert der Jahre 2011 bis 2016. Auch aufgrund der geringeren Anbaufläche unterschreitet die Erntemenge diesen Mittelwert um 3,4 Prozent.

Die Erntemenge von Weizen – Deutschlands wichtigster Getreideart – beläuft sich auf 24,5 Millionen Tonnen. Dies entspricht in etwa dem Vorjahreswert. Im Vergleich zu anderen Getreidearten schneidet die Wintergerste in diesem Jahr am besten ab, da sie wegen ihrer frühen Abreife zu einem großen Teil vor Beginn des wechselhaften Wetters abgeerntet werden konnte. Auch bei der Sommergerste wurde eine deutlich höhere Ernte als im Vorjahr eingebracht. Der Roggenanbau wurde wie schon in den Vorjahren weiter eingeschränkt.

Erneut kleine Rapsernte

Die Anbaufläche von Deutschlands bedeutendster Ölsaat ging leicht zurück. In Verbindung mit enttäuschenden Hektarerträgen auf Grund widriger Witterungsbedingungen fällt die Erntemenge mit 4,3 Millionen Tonnen noch kleiner aus als im Vorjahr.

Kartoffelanbau wieder leicht ausgeweitet

Der Kartoffelanbau wurde 2017 nach mehrjähriger Flächenreduzierung wieder leicht ausgeweitet. Der Witterungsverlauf war auch in diesem Jahr schwierig. Die Frühkartoffelbestände wurden durch die Aprilfröste in ihrer Entwicklung zurückgeworfen. Darüber hinaus wurde das Pflanzenwachstum in einigen Regionen zunächst durch Wassermangel und zeitweise Hitzestress beeinträchtigt.

Details zum Kartoffelanbau 2017.

Stark dezimierte Obsternte durch Spätfröste

Bei fast allen Obstarten wurden trotz der von den Erzeugern ergriffenen Schutzmaßnahmen durch die Nachtfröste im April viele Blütenanlagen so stark zerstört, dass keine Fruchtbildung erfolgte. Zusätzliche Verluste gab es durch die wechselhafte Witterung sowie regionale Starkregen- und/oder Hagelereignisse. In der Summe führt dies zu einer der schwächsten Obsternten der letzten Jahrzehnte. Was die Auswirkungen der Frostschäden auf die Mengen konkret bedeutet, ist noch unklar. Während in normalen Jahren zum Beispiel in der Regel rund 1 Millionen Tonnen Äpfel aus dem Marktobstanbau zur Verfügung steht, wird im laufenden Jahr eine Erntemenge in einer Größenordnung zwischen 520.000 Tonnen und 550.000 Tonnen erwartet.

Spargel weiter auf Wachstumskurs

Das flächenmäßig wichtigste Gemüse in Deutschland, der Spargel, befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Dank einer erneuten Ausweitung der Anbaufläche und höherer Erträge erreichte die Erntemenge mit nahezu 128.000 Tonnen einen neuen Höchststand. Aufgrund der milden Witterungen im März startete die Spargelsaison vergleichsweise früh. Die starken Temperaturschwankungen sorgten jedoch für ein ungleichmäßiges Angebot im Saisonverlauf und zeitweise für einen starken Preisverfall.

Neuer Höchststand der Anbaufläche von Körnerleguminosen

Mit 197.400 Hektar erreichte die gesamte Anbaufläche von Hülsenfrüchten zur Körnergewinnung 2017 einen Zuwachs von 5,6 Prozent und damit einen neuen Höchststand. Dieser Anstieg ist auf die weitere Zunahme der Anbauflächen von Ackerbohnen, Sojabohnen und Süßlupinen zurückzuführen.

Zum Herunterladen

Erntebericht 2017 - Mengen und Preise (PDF, 2 MB, nicht barrierefrei)

Erntebericht 2017 - Anlagen (PDF, 382 KB, nicht barrierefrei)