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Ernährung, Fischerei

Inlandsverwendung von Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2015/16 sinkt geringfügig bei deutlich fallender Inlandserzeugung

Diagramm mit Angaben zu Erzeugung, Einfuhr, Verarbeitung Selbstversorgungsgrad

Versorgung mit Raps und Rübsen.

Laut vorläufigen Berechnungen lag die Inlandsverwendung von Ölsaaten im Wirtschaftsjahr 2015/16 bei 13,8 Mill. t und ist damit gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr minimal (-0,6 %) gesunken. Die Verarbeitung von Ölsaaten (13,4 Mill. t) hat den größten Anteil an der Inlandsverwendung (97 %). Vergleichsweise geringe Bedeutung hatten dagegen der  Nahrungsverbrauch in Form der vollständigen Saat und die Verfütterung; auf sie entfielen 1,3 % bzw. 0,9 % der Inlandsverwendung von Ölsaaten.

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland 5,0 Mill. t Raps geerntet, rund 20 % weniger als im Erntejahr
2014.

Die niedrigere Erzeugung von Ölsaaten wurde im Wirtschaftsjahr 2015/16 durch steigende Einfuhren
ausgeglichen, womit sich der Trend der vergangenen Jahre fortsetzte. Laut vorläufigen Außenhandelsdaten sind die Einfuhren von Ölsaaten im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr
um 5,2 % auf 9,6 Mill. t und die von Raps sogar um 18,6 % auf 5,6 Mill. t gestiegen. Damit wuchs der Einfuhrüberschuss bei Ölsaaten auf 9,4 Mill. t an (2014/15 8,9 Mill. t).

Nach vorläufigen Daten lag im Wirtschaftsjahr 2015/16 der Selbstversorgungsgrad von Ölsaaten bei 37 % und damit 9 Prozentpunkte unter dem des Vorjahres. Bezogen auf Raps ist ein noch deutlicher Rückgang des Selbstversorgungsgrad zu verzeichnen (52 % im WJ 2015/16 gegenüber 65 % im Wirtschaftsjahr 2014/15).

Tabellenteil (Excel)

 Quelle: BLE, Referat 423

Ölsaaten

Die wirtschaftlich wichtigsten Ölsaaten weltweit sind Sojabohne und Raps. Sie dienen als Futtermittel in der Tierernährung und decken den Eiweißbedarf der Tiere. In Deutschland ist Winterraps die wichtigste Ölsaat. Körnersonnenblumen haben an Bedeutung verloren, der Sojaanbau in Deutschland gewinnt hingegen.