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Landwirtschaft

Gartenbau-Glossar

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Anbauflächen im Zierpflanzenanbau

Flächen einschließlich der Mehrfachnutzung, auf denen Zierpflanzen angebaut werden, die im Erhebungsjahr verkaufsfertige Erzeugnisse hervorbringen.

Arbeitskräfte

Arbeitskräfte sind im Berichtszeitraum (März des Vorjahres bis Februar des Berichtsjahres) im landwirtschaftlichen Betrieb beschäftigte Personen im Alter von 15 Jahren und mehr.

Arbeitskräfte-Einheit (AK-Einheit)

Arbeitskräfte-Einheit ist die Maßeinheit der Arbeitsleistung einer im Berichtszeitraum mit Arbeiten für den landwirtschaftlichen Betrieb (landwirtschaftliche Arbeiten sowie Arbeiten in Einkommenskombinationen) vollbeschäftigten Person (Arbeitskraft).

Baumobst

Es wird die Gesamtfläche des Baumobstanbaus für die Obstarten Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen und Zwetschen sowie Mirabellen und Renekloden erhoben. Des Weiteren werden die Betriebszahlen und die Verwendung (Tafelobst/Verwertungsobst) für die jeweiligen Obstarten ermittelt. Für Tafeläpfel und Tafelbirnen werden auch noch die bedeutendsten Sorten veröffentlicht. Die Erntemengen werden durch Angaben aus der Ernte- und Betriebserstattung Baumobst berechnet.

Baumschulen

Zu den Baumschulen zählen landwirtschaftliche Betriebe, die Baumschulgewächse sowie Bäume und Sträucher für die Bepflanzung von Gärten, Parks und Straßen heranziehen. Die Nutzungsarten werden unterschieden nach Unterlagen, Veredlungen, Ziersträucher und –gehölze sowie Forstpflanzen. Zusätzlich wird unterschieden nach Freiland- und Containerflächen. Die Flächen für Rebschulen und Rebschnittgärten werden jährlich in der Bodennutzungshaupterhebung erfasst.

Begehbare Schutzabdeckungen (einschließlich Gewächshäuser)

Zu den Flächen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (einschließlich Gewächshäusern) zählen sämtliche unter Glas und festem oder flexiblem Kunststoffschutz stehenden, begehbaren Flächen (ohne Flachfolien oder Vlieseindeckung auf dem Freiland). Hierzu zählen auch alle begehbaren Folientunnel.

Betriebswirtschaftliche Ausrichtung (BWA)

Die BWA eines Betriebes beschreibt die Spezialisierungsrichtung des Betriebes. Grundlage für die Zuordnung der Betriebe ist der Anteil des Standardoutputs der einzelnen Betriebszweige am Gesamtstandardoutput des Betriebes.

Einheitsquadratmeter (EGM)

Durchschnittliche Relation der Nettoerträge von gärtnerischen und landwirtschaftlichen Flächenarten und -nutzung untereinander ohne Berücksichtigung natürlicher und wirtschaftlicher Standortunterschiede; EQM werden verwendet als Maßstab für die relative Ertragfähigkeit der verschiedenen gärtnerischen Nutzungsarten zueinander.

Ernteschwankungen

Die Obsternte ist zum Beispiel stark von der Witterung abhängig. Insbesondere Spätfröste zur Blütezeit und Trockenheit während des Sommers mindern den Ertrag. Daher sind die Erntemengen von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Familienarbeitskräfte

Familienarbeitskräfte sind die Betriebsinhaberin bzw. -inhaber, deren/dessen Ehegatte oder Ehegattin (bzw. eine gleichgestellte Person) sowie weitere Familienangehörige und Verwandte, die auf dem landwirtschaftlichen Betrieb leben und arbeiten.

Fertigware

Als Fertigware gelten Pflanzen, die in dem Entwicklungsstand, den sie im Erzeugerbetrieb erreicht haben, direkt oder über Wiederverkäufer an den Endverbraucher verkauft wurden bzw. werden. Auch Jungpflanzen / Halbfertigwaren, die im jeweiligen Betrieb erzeugt wurden, zählen zur Fertigware, wenn sie an den Endverbraucher verkauft werden, obwohl sie das Wachstumsende noch nicht erreicht haben.

Fester Wirtschaftsdünger

Festmist ist ein festes, stapelfähiges Gemisch aus Kot, Harn und Einstreu (ohne Hühner- und Putenmist). Festmist kann darüber hinaus Futterreste sowie Reinigungs- und Niederschlagswasser enthalten.
Die Ausbringung kann auf Grund der festen Konsistenz nicht über Tankwagen erfolgen.

Flüssiger Wirtschaftsdünger

Unter flüssigem Wirtschaftsdünger versteht man:

  • Gülle (Flüssigmist, auch Schwemm- oder Treibmist) ist ein Gemisch aus Kot und Harn von Nutztieren, auch vermischt mit Wasser.
  • Jauche ist Harn von Nutztieren, der in der Regel zusammen mit Festmist anfällt.
  • Flüssiger Biogas-Gärrest bezeichnet die Rückstände der Fermentation organischer Substanzen, sowohl pflanzlicher als auch tierischer Herkunft, in Biogas­anlagen, die mit Tankwagen ausgebracht werden.

Freilandflächen

Zu den Freilandflächen zählen die Kulturflächen (einschließlich Frühbeetflächen) im Freiland ohne Hofraum, Dauerwege und andere nicht mit Zierpflanzen (einschließlich Stauden) genutzten Flächen. Hierzu zählen auch alle nicht begehbaren Folienüberbauungen.

Gärtnerische Nutzfläche (GN)

Gärtnerische Nutzflächen sind Flächen, auf denen Obst, Gemüse, Blumen und Zierpflanzen, Baumschulerzeugnisse sowie Gartenbausämereien zu Erwerbszwecken in Hauptnutzung auf dem Freiland oder im Gewächshäusern angebaut werden. Die gärtnerische Nutzfläche ist keine Teilmenge der landwirtschaftlich genutzten Fläche, da die gärtnerische Nutzfläche auch leer stehende Gewächshäuser umfasst.

Gemüse und Erdbeeren

Es werden die Anzahl der Betriebe, die Anbauflächen und die Erntemengen für sämtliche in Deutschland relevanten Gemüsearten einschließlich Erdbeeren erhoben.
Hierzu zählen: Kohlgemüse, Blatt und Stängelgemüse, Wurzel- und Knollengemüse, Fruchtgemüse sowie Hülsenfrüchte. Zusätzlich wird auch nach der Art der Bewirtschaftung unterschieden. Bei einigen Gemüsearten (z. B.Feldsalat, Kopfsalat, Paprika, Radies) sowie bei Erdbeeren werden neben der Freilandfläche auch zusätzlich die Anbaufläche unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (einschließlich Gewächshäusern) ermittelt.
Aufgrund der hohen Bedeutung von Spargel und Erdbeeren gibt es jeweils im Sommer eines Jahres eine erste Vorausschätzung zu den Erntemengen und den Anbauflächen für diese beiden Kulturarten.

Grundfläche Gartenbaugewächse (GG)

Flächen, mit Ausnahme der Obstflächen, die bewertungsrechtlich zur gartenbaulichen Nutzung gehören. Die GG umfasst die Freilandfläche (Gemüse, Spargel oder Blumen, Zierpflanzen und Gartenbausämereien), die Gewächsfläche (beheizbar und nicht beheizbar) sowie die Baumschulfläche.

Grundflächen im Zierpflanzenanbau

Flächen, die im Erhebungsjahr überwiegend für den Zierpflanzenanbau genutzt werden, unabhängig vom Erreichen der Verkaufsreife des Pflanzenbestandes.
Die Mehrfachnutzung gleicher Flächen durch Vor-, Zwischen- und Nachanbau bleibt unberücksichtigt. Eine Untergliederung erfolgt in:

  • Grundflächen im Freiland
  • Grundflächen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäusern).

Hohe begehbare Schutzabdeckungen

Zu den Anbauflächen unter hohen begehbaren Schutz-abdeckungen sind Kulturen zu zählen, die für die ganze oder den überwiegenden Teil der Anbauzeit unter festen oder beweglichen Gewächshäusern oder anderen hohen Schutzeinrichtungen (Glas, fester Kunststoff ) angebaut werden. Hierzu zählen auch alle begehbaren Folientunnel.
Flächen unter Hagelschutznetzen und/oder Foliendächern zählen nicht zu den Anlagen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen.

Jungpflanzen / Halbfertigware

Als Jungpflanzen gelten Sämlinge oder Stecklinge, die im Berichtszeitraum zur Weiterkultur an andere Erzeugerbetriebe verkauft wurden bzw. werden. Als Halbfertigware gelten Pflanzen, die bis zur Fertigware noch Teilkulturperioden durchlaufen müssen und die im Berichtszeitraum zur Weiterkultur an andere Erzeugerbetriebe verkauft wurden bzw. werden.

Landwirtschaftliche Betriebe

Landwirtschaftliche Betriebe sind technisch-wirtschaftliche Einheiten, die über eine vorgegebene Mindestgröße an landwirtschaftlich genutzter Fläche oder über Mindesttierbestände oder Mindestanbauflächen für Spezialkulturen verfügen, für Rechnung einer Inhaberin beziehungsweise eines Inhabers bewirtschaftet werden, einer einheitlichen Betriebsführung unterliegen und die in Anhang I der Verordnung (EG) Nummer 1166/2008 genannten Tätigkeiten nach NACE Revision 2 (pflanzliche Erzeugung, Tierhaltung, landwirtschaftliche Dienst-leistungen) als Haupt- oder Nebentätigkeit ausüben.

Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF)

Summe aus ldw. Ackerfläche, Dauergrünland, ldw. Dauerkulturfläche (Wein, Obst, Hopfen). Grundfläche Gartenbaugewächse und sonstiger LF.

Landwirtschaftsfläche

Ackerland, Grünland, Gartenland, Weingarten, Moor, Heide, Obstanbaufläche, landwirtschaftliche Betriebsfläche und Brachland.
Die Datenerhebung basiert auf einer Auswertung der amtlichen Liegenschaftskataster.

Ökologisch bewirtschaftete landwirtschaftlich genutzte Fläche

Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF), die vollständig oder teilweise auf die ökologische Wirtschaftsweise umgestellt ist. Dies beinhaltet:

  • Umgestellte LF: Landwirtschaftlich genutzte Fläche, auf der die Umstellung auf den ökologischen Landbau nach den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nummer 834/2007 abgeschlossen ist. Die auf dieser Fläche produzierten landwirtschaftlichen Erzeugnisse dürfen bereits als ökologische Erzeugnisse gekennzeichnet und vermarktet werden.
  • In Umstellung befindliche LF: Landwirtschaftlich genutzte Fläche, die sich nach den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nummer 834/2007 gegenwärtig in Umstellung befindet. In dieser Zeit dürfen die auf diesen Flächen produzierten landwirtschaftlichen Erzeugnisse nicht als ökologische Erzeugnisse gekennzeichnet und vermarktet werden.

Ökologischer Landbau

Der landwirtschaftliche Betrieb produziert pflanzliche und/oder tierische Erzeugnisse nach den Grundsätzen der Verordnung (EG) Nummer 834/2007 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen.

Rebfläche

Mit Reben bestockte Flächen, unabhängig davon, ob sie im Ertrag stehen oder nicht, sowie zeitweilig brachliegende Rebflächen, die wieder mit Reben bepflanzt werden sollen und hierzu vorbereitet werden, soweit sie nicht anderweitig genutzt werden.

Saisonarbeitskräfte

Saisonarbeitskräfte sind nicht ständig beschäftigte Arbeitskräfte mit einem auf weniger als sechs Monate abgeschlossenen Arbeitsverhältnis zum Betrieb.
Hierzu zählen keine Arbeitskräfte, die im Rahmen der Nachbarschaftshilfe oder im Auftrag von Lohnunternehmen im Betrieb tätig sind.

 Speisepilze

Für die Erhebung der Speisepilze werden jährlich die Ernteflächen, die Erntemengen nach der Art der Bewirtschaftung sowie die Anzahl der Betriebe nach den bedeutendsten Speisepilzarten (Champignons, Austernseitlinge, Shiitake) ausgewiesen.

Ständige Beschäftigte

Ständige Beschäftigte sind Personen, die in einem unbefristeten oder für mindestens sechs Monate abgeschlossenen Arbeitsverhältnis zum Betrieb stehen. Hierzu rechnen auch Verwandte der Betriebsinhaberin oder des Betriebsinhabers, die nicht auf dem Betrieb leben.

Standardoutput (SO)

Standardoutput ist die standardisierte Rechengröße, die den durchschnittlichen Geldwert (in Euro) der Bruttoagrarerzeugung eines landwirtschaftlichen Betriebes beschreibt. Er wird in der amtlichen Statistik für die Eingruppierung der landwirtschaftlichen Betriebe nach ihrer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung genutzt.
Der Standardoutput wird je Flächeneinheit einer Fruchtart bzw. je Tiereinheit einer Viehart aus erzeugter Menge mal zugehörigem "Ab-Hof-Preis" als geldliche Bruttoleistung ermittelt. Dabei werden durchschnittliche Erträge und Preise angesetzt, die für einen Bezugszeitraum von fünf Wirtschaftsjahren berechnet werden.
Die Summe der Standardoutputs im landwirtschaftlichen Betrieb beschreibt seine betriebswirtschaftliche Größe.

Strauchbeeren

Es werden jährlich aktuelle Ergebnisse zu den Anbauflächen, Erntemengen von Strauchbeeren nach Pflanzenarten (z. B. Johannisbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren) im Freiland und unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäusern, die Art der Bewirtschaftung sowie die Anzahl der Betriebe veröffentlicht.
Bei dem Schwarzen Holunder wird zusätzlich nach der Nutzungsart und beim Sanddorn nach dem Stand der Ertragsfähigkeit unterschieden.
Alle drei Jahre werden auch Informationen über die Verwendung (Tafelobst/Verwertungsobst) veröffentlicht.

Unterlage

Die Unterlage ist der untere Teil einer Gehölzpflanze (Wurzel mit einem Teil vom Stamm). Die Unterlage wird zum Veredeln benötigt.

Veredlung

Die Veredlung ist das Verbinden zweier Pflanzen, dabei wird mit der Unterlage ein passender Pflanzentrieb verbunden. Der Pflanzentrieb wächst dann mit der Unterlage zusammen.

Zierpflanzen

Die Zierpflanzen werden untergliedert nach Zimmerpflanzen, Beet- und Balkonpflanzen und Stauden (nach Stückzahl und Erzeugung) und Schnittblumen (nach Anbaufläche im Freiland und in hohen begehbaren Schutzabdeckungen). Es werden dabei die Anzahl der Betriebe, die Zahl der erzeugten Topfpflanzen sowie die Grundflächen und die Anbauflächen erhoben.
Bei den Zierpflanzen wird die Erzeugung nach Jungpflanzen/ Halbfertigware und Fertigware unterschieden.

Weitere Definitionen und Erläuterungen

 Methodische Erläuterungen und Definitionen aus dem Testbetriebsnetz (pdf)

Zusätzliche Informationen zum Testbetriebsnetzt können Sie hier entnehmen: Testbetriebsnetz