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Ernährung, Fischerei

Nach vorläufigen Zahlen sind Fleischerzeugung und Selbstversorgungsgrad 2018 erneut rückläufig

Treemap zur Bruttoeigenerzeugung von Fleisch mit den Werten aus 2018 vorläufig.

Vorläufige Bruttoeigenerzeugung 2018 Fleisch.

Im Jahr 2018 betrug die Nettoerzeugung (Schlachtmenge) von Fleisch in Deutschland etwa 8,7 Millionen Tonnen Schlachtgewicht (SG). Damit ist sie 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 % zurückgegangen. Während die Nettoerzeugung von Schweinefleisch sowie Rind- und Kalbfleisch rückläufig war, ist bei der Menge des erzeugten Geflügelfleisches eine Steigerung zu verzeichnen.

Der Import lebender Tiere (779.000 t SG) war 2018 – wie in allen Jahren seit 2003 höher als der Export lebender Tiere (546.000 t SG). Der Importüberschuss betrug rund 234.000 t SG. Dies ist vor allem auf den hohen Einfuhrüberschuss lebender Schweine zurückzuführen. Das Außenhandelsvolumen mit lebenden Tieren insgesamt sank im Jahr 2018. Im Vergleich zum Vorjahr wurden, bezogen auf das SG, 2018 etwa 7,3 % weniger lebende Tiere importiert und 4,5 % weniger lebende Tiere exportiert. Beim Außenhandel mit Fleisch, Fleischwaren und Konserven waren 2018 die Ausfuhren (4,3 Millionen t SG) erneut höher als die Einfuhren (2,9 Millionen t SG). Der seit dem Jahr 2005 bestehende Exportüberschuss ist dabei im Vergleich zu den Vorjahren weiterhin rückläufig, von 1,75 Millionen t SG im Jahr 2016 auf nunmehr 1,38 Millionen t SG im Jahr 2018.

Die zum Verbrauch verfügbare Gesamtmenge an Fleisch stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 %. Der hieraus errechnete Pro-Kopf-Verbrauch beträgt 88,6 kg und ist somit, nach zwei Jahren der rückläufigen Entwicklung, wieder gestiegen. Der geschätzte Pro-Kopf-Verzehr lag 2018 bei 60,1 kg.

Der Selbstversorgungsgrad, also der aus Bruttoeigenerzeugung und Verbrauch errechnete Quotient, sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozentpunkte und lag 2018 bei 115,6 %.

Quelle: BLE (423)

Versorgungsbilanzen Fleisch

Geflügelfleischverbrauch 2018 gestiegen

Liniendiagramm zum Selbstversorgungsgrad bei Geflügelfleisch (Zeitreihe von 2007 bis 2018 vorläufig)

Entwicklung des Selbstversorgungsgrads bei Geflügelfleisch.

Die Nettoerzeugung von Geflügelfleisch (Geflügelschlachtungen) betrug im Jahr 2018 rund 1,59 Millionen t Schlachtgewicht (SG) und ist somit um 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Bruttoeigenerzeugung verzeichnete 2018 aufgrund des rückläufigen Exportüberschusses bei lebendem Schlachtgeflügel im Vergleich zum Vorjahr einen geringen Zuwachs von 0,9 % und betrug ca. 1,82 Millionen t SG.

Im Jahr 2018 wurde nach vorläufigen Angaben mit insgesamt 180.000 t SG, 14.7 % mehr lebendes Geflügel als im Vorjahr, bei gleichzeitigem Rückgang des Exports um 4 % auf 404.000 t SG, importiert. Insgesamt wurden 224.000 t SG mehr lebende Schlachttiere exportiert als importiert.

Auch beim Geflügelfleisch wurde im Jahr 2018, wie bereits in den Vorjahren, erneut mehr importiert (1,02 Millionen t SG) als exportiert (773.000 t SG). Dabei nahmen sowohl die Menge an importiertem (+8,1 %) als auch die an exportiertem (+2,3 %) Geflügelfleisch im Vergleich zum Vorjahr zu.
Der Verbrauch von Geflügelfleisch ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 % gestiegen und lag 2018 bei einer Gesamtmenge von 1,84 Millionen t SG. Der Pro-Kopf-Verbrauch zeigte ein Plus von rund 1,3 kg und lag insgesamt bei 22,2 kg.

Der Selbstversorgungsgrad (SVG), das heißt der Quotient aus Bruttoeigenerzeugung und Verbrauch, lag 2018 nach vorläufigen Zahlen für Geflügelfleisch bei 98,9 % und sank damit seit dem Jahr 2009 erstmals unter die 100-Prozent-Marke.

Quelle: BLE (423)

MBT-0203290-0000 Versorgungsbilanz für Geflügelfleisch nach Geflügelarten

Versorgungsbilanz Geflügel ab 1991

Weiterleitung zur Versorgungsbilanz Fleisch des Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL)