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Ernährung, Fischerei

Fleisch

Treemap mit Anteilen der Fleischarten

Vorläufige Bruttoerzeugung 2017 Fleisch.

Nach vorläufigen Zahlen sind Fleischerzeugung und Selbstversorgungsgrad 2017 rückläufig

Im Jahr 2017 betrug die Nettoerzeugung (Schlachtmenge) von Fleisch in Deutschland etwa 8,8 Millionen Tonnen Schlachtgewicht (SG). Damit ist die Nettoerzeugung 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % zurückgegangen. Alle Fleischarten zeigen dabei die gleiche rückläufige Entwicklung.

Der Import lebender Tiere (851.000 t SG) war 2017 – wie in allen Jahren seit 2003 höher als der Export lebender Tiere (518.000 t SG): Der Importüberschuss betrug rund 333.000 t SG. Insgesamt ging das Außenhandelsvolumen mit lebenden Tieren 2017 zurück: Im Vergleich zum Jahr 2016 wurden, bezogen auf das SG, etwa 5,2 % weniger lebende Tiere importiert und 7,8 % weniger lebende Tiere exportiert. Beim Außenhandel mit Fleisch, Fleischwaren und Konserven waren auch 2017 die Ausfuhren (4,4 Millionen t SG) höher als die Einfuhren (2,8 Millionen t SG). Allerdings sank der seit 2005 bestehende Exportüberschuss im Vergleich zum Vorjahr, von 1,75 auf 1,54 Millionen t SG.

Treemap mit Anteilen der Fleischarten

Vorläufige Nettoerzeugung 2017 Fleisch.

Trotz gestiegener Bevölkerungszahl war der Gesamtverbrauch an Fleisch leicht rückläufig (-0,7 %). Diese Entwicklung wird bestimmt vom sinkenden Verbrauch von Schweinefleisch, während die Nachfrage nach Rindfleisch und Geflügelfleisch weiter stieg. Der geschätzte Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch lag 2017 bei 87,7 kg/Kopf und fällt damit das zweite Jahr in Folge (Pro-Kopf-Verbrauch 2015: 89,4 kg/Kopf). Der geschätzte Pro-Kopf-Verzehr lag 2017 bei 59,8 kg/Kopf.

Der Selbstversorgungsgrad (das ist der Quotient aus Bruttoeigenerzeugung und Verbrauch) mit Fleisch sank im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozentpunkte und lag bei 116,7 %.

Versorgungsbilanzen Fleisch

Quelle: BLE (423)

Geflügelfleisch

Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der Selbstversorgungsgrade von verschiedenen Geflügelarten

Der Selbstversorgungsgrad bei Geflügelfleisch insgesamt liegt erstmals seit 2009 mit 99,2 % knapp unterhalb der 100 %-Marke.

Geflügelfleischverbrauch 2017 stabil

Die Nettoerzeugung von Geflügelfleisch (Geflügelschlachtungen) betrug im Jahr 2017 rund 1,54 Millionen t Schlachtgewicht (SG) und liegt somit etwas unter dem Niveau des Vorjahres (- 0,9 %). Die Bruttoeigenerzeugung war 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % geringer und betrug ca. 1,72 Millionen t SG. Die gesunkene Bruttoeigenerzeugung ist die Folge von Veränderungen im Außenhandel mit lebendem Schlachtgeflügel: 2017 wurden zum wiederholten Mal mehr lebende Tiere importiert als im jeweiligen Vorjahr. Mit rund 175.200 t SG war das Gesamtgewicht importierter Tiere um etwa 25 % höher als 2016. Der Export von lebenden Tieren ging um 12,6 % zurück und lag bei 354.600 t SG.

2017 wurde mehr Geflügelfleisch importiert (950.400 t SG) als exportiert wurde (757.000 t SG). Sowohl die Menge an importiertem (+4,5 %) als auch die an exportiertem (+1,3 %) Geflügelfleisch nahm im Vergleich zum Jahr 2016 zu. Der Verbrauch von Geflügelfleisch ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent gestiegen und lag 2017 bei 1,73 Millionen t SG. Der Pro-Kopf-Verbrauch zeigte ein leichtes Plus von 0,1 kg/Kopf und lag insgesamt bei 20,9 kg/Kopf. Der Selbstversorgungsgrad (SVG), das heißt der Quotient aus Bruttoeigenerzeugung und Verbrauch, sank 2017 als Folge der gegenläufigen Entwicklung dieser beiden Größen deutlich. Erstmals seit 2009 liegt er mit 99,2 % knapp unterhalb der 100 %-Marke.

Quelle: BLE (423)

Versorgungsbilanzen für Fleisch